Was sind die häufigsten Gründe, wieso Menschen ihre Ärzt*innen wechseln?

An Ärzt*innen wendet man sich immer mit sehr privaten und intimen Problemen. Da ist es natürlich wichtig, dass man diesem Menschen vertraut und sich wohlfühlt. Was sind die häufigsten Gründe, wieso Menschen Ärzt*innen wechseln?

Ärzt*innen wechseln

Wie wohl fühlt ihr euch bei eurem*eurer Ärzt*in? Habt ihr eine*n Zahnarzt*ärztin, der*die euch nie erklärt, was er*sie als nächste macht, eine*n Gynäkolog*in, der*die zu viele unlustige Scherze macht oder eine*n Hautärzt*in, bei dem*r ihr einfach nie einen Termin bekommt? All das sind gute Gründe, Ärzt*innen zu wechseln, doch oft machen wir es nicht, weil es aufwendig ist, wir nicht wissen, wo wir jemand anders finden oder man das Unwohlsein abtut.

Fakt ist aber: Wenn ihr euch bei eurem Arzt oder eurer Ärztin nicht wohl fühlt, dann solltet ihr nicht länger dort hin gehen. Am Ende führt das nämlich auch dazu, dass ihr Arztbesuche seltener wahrnehmt und eure Gesundheit nicht ernst genug nehmt!

Gerald Timmel ist Geschäftsführer von Docfinder.at und weiß, dass monatlich Millionen von Patient*innen neue Ärzt*innen suchen. Er verrät die häufigsten Gründe, wieso Menschen Ärzt*innen wechseln. Egal was euer Grund ist, er ist gut genug! Denn wichtig ist, dass ihr euch wohlfühlt!

Sympathie und Menschlichkeit

Klar, wenn wir Ärzt*innen aufsuchen, wollen wir in erster Linie wissen, wie sie unser Leiden erleichtern können. Aber neben der richtigen Diagnose ist es auch wichtig, dass wir uns menschlich gut aufgehoben fühlen. Geht er auf unsere Sorgen, Ängste und Befürchtungen ein und haben wir das Gefühl er sieht uns als gesamten Menschen und nicht nur als Krankheit, fühlen wir uns wohl!

Schlechtes Zeitmanagement

Wie oben angesprochen wollen wir weder eine Krankheit noch eine Nummer sein. Wenn Ärzt*innen nicht auf unsere Probleme eingehen, weil sie dauernd die Uhr im Blick haben und eigentlich für unsere Diagnose nur 5 Minuten eingeplant haben, dann ist das mühsam. Ebenso wie lange Wartezeiten im Wartezimmer oder wenn es unmöglich ist, einen Termin früher als in sechs Monaten zu bekommen.

Schlechte Kommunikation

Sind wir ehrlich, wir alle haben schonmal Symptome gegoogelt. Und waren davon überzeugt, zu sterben. Dementsprechend hat man dann beim Arzt bzw. bei der Ärztin meist eine kleine Liste mit Fragen die entweder Verwandte, Freund*innen oder das Internet einem mitgegeben haben. Wenn der*die Ärzt*in sich dann aber keine Zeit und Lust hat, diese Fragen zu beantworten, kann es schnell dazu führen, dass man sich nach dem Besuch noch verunsicherter fühlt. Genauso schlimm ist es, wenn Spezialist*innen mit Fremdwörtern um sich werfen, die man alle notiert, um daheim zu googeln. Patient*innen sollten niemals eine Praxis verlassen, ohne zu wissen, was genau mit ihnen los ist.

Schlechte Rahmenbedingungen

Wo befindet sich die Praxis, ist diese einladend, das Personal nett, die Website seriös? Oder verstärkt das Rundherum noch viel mehr das unangenehme Gefühl, das man bei Ärzt*innenbesuchen ohnehin schon oft hat. Wenn man sich in der Gesamtheit unwohl fühlt, die Praxis nicht seriös wirkt oder man sich nach der Begrüßung des*der Arzthelfer*in schon wünscht nicht hier zu sein, dann sollte man sich anderswo umschauen.

 

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