Was passiert, wenn man zu einem britischen Starfrisör sagt: "Mach, was Du willst!"?

Letztens in London beim Promifriseur. Eigentlich wollte ich nur Spitzen schneiden, aber dann dachte ich: "Sei einfach mutig!"

Ich bin eine Langhaarfrau. Das liegt daran, dass ich im Umgang mit Haaren komplett talentbefreit bin. Jedes Styling, das über Pferdeschwanz oder Bloggerknödel hinaus geht, überfordert mich. Insofern habe ich eine Heidenangst vor kreativen Friseuren auf dem Selbstverwirklichungstrip und deren scharfen Scheren.

Doch als ich dieser Tage bei der London Fashion Week war, wurde ich - umgeben von lauter Trendsettern - richtig übermütig. Ich checkte im Londoner John Frieda Salon ein und sagte zu Senior Stylisten Jake Davis: "Mach einfach, was Du willst!"

Und das kam dabei raus:

Jake verwandelte meinen klassichen Haarvorhang in die TRENDFRISUR 2017!

Er kürzte meine Haare um gute 15 Zentimeter und stufte ein bisschen nach. Die kürzeste Haarpartie vorne reicht jetzt bis zu den Mundwinkeln. Haare zusammenbinden geht also noch.

Das Wichtigste für einen modernen Look ist die Textur. Jake knetete etwas Stylingschaum ins Haar, föhnte es trocken und zog die Haare dann Strähne für Strähne über einen Lockenstab. Allerdings drehte er sie dabei nicht komplett auf, sondern hielt das Ende der Haarpartie mit der Hand fest und legte die Strähne nur einmal um den Lockenstab, so dass das Haar in der Mitte Bewegung bekommt, am Ansatz und in den Längen aber gerade bleibt.

Das Ergebnis: Super rockig! Passt viel besser zu mir, als der brave Haarvorhang!

Der Ire Jake Davis schneidet normalerweise Gwen Stefani und den Boys von U2 die Haare, macht im Londoner John Frieda Salon aber auch Normalos wie mir die Haare schön.

 

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