Was mit deinem Körper passiert, wenn du nicht genug in der Sonne bist

Sonnenschutz ist das A und O in der Beauty- und Pflegeroutine. Aber so ein bisserl Sonne brauchen wir tatsächlich für das Wohlergehen.

Was passiert, wenn du zuwenig Sonne bekommst

Es ist zu heiß. Und die Sonnenbrandgefahr! Und der Schweiß! Und die Hautalterung. Nein, danke. Also Vorhänge zu und auf den Herbst warten? Nicht so schnell, liebe Sonnenskeptiker*innen. Zumindest ein bisserl Sonne brauchen wir, damit unsere Körper gut funktionieren können. Zehn bis 20 Minuten Sonne pro Tag sollten es schon sein, sonst drohen tatsächlich physische und psychische Nebenwirkungen. Worauf du achten solltest:

(Den Rest des Tages darf man dann wieder im abgedunkelten Raum vorm Ventilator hocken - versprochen!)

Zuwenig Sonnenlicht: Vitamin-D-Mangel

Eigentlich ist Vitamin D ja kein Vitamin, sondern ein Hormon - der Körper kann es nämlich selbst herstellen. Nur braucht er dazu - tadá!: Sonnenlicht. Der Körper bildet 80 bis 90 Prozent des Bedarfs an Vitamin D unter Einfluss von Sonnenlicht in der Haut. Ein Viertel der Körperoberfläche für 15 Minuten von der Sonne bestrahlen lassen und schon ist der Bedarf gedeckt. Nahrungsmittel wie fettreicher Fisch, Leber, Butter, Eier, Austern, Steinpilze und Shiitake Pilze sind reich an Vitamin D, allerdings kann nur ein kleiner Teil des Bedarfs über die Nahrung gedeckt werden.

Mit Hilfe von Vitamin D kann der Körper etwa Kalzium aufnehmen und die Knochen, Zähne und Muskeln damit versorgen. Vitamin D ist also wichtig für eine gesunde Knochenstruktur. Ein Mangel äußert sich aber auch in Symptomen wie extremer Müdigkeit und niedriger Energiereserven, Muskelschmerzen und sogar Depressionen. Bereits bestehende Depressionen oder Angststörungen können durch einen Vitamin-D-Mangel außerdem verstärkt werden.

Die innere Uhr ist durcheinander

Die innere Uhr, wie der circadiane Rhythmus oder Schlaf-Wach-Rhythmus umgangssprachlich heißt, beeinflusst unsere Wachphasen während des Tages und wann wir müde werden. Das funktioniert u.a. über die Freisetzung von Hormonen im Körper - und zwar solchen, die dem Körper sagen, dass es jetzt Zeit zum Schlafen oder Wach sein ist. Die innere Uhr und damit die Freisetzung von Hormonen richtet sich auch nach dem Lauf der Sonne und den Tag-Nacht-Rhythmus. Sonnenlicht setzt etwa Cortisol frei, das für ein waches Gefühl sorgt. Dunkelheit signalisiert dem Hirn, dass es Zeit für Schlafhormone ist.

Bei Schlafstörungen, egal ob das ein übertriebenes Nickerchenbedürfnis tagsüber oder Einschlafstörungen abends sind, kann es helfen, sich morgens den Sonnenaufgang anzusehen und das Gesicht ein bisschen ins Licht zu halten. Das kann die innere Uhr zurücksetzen.

Schlechte Laune

Zugegeben: Es gibt gerade mehr als genug Gründe, schlecht drauf zu sein. Sonnenlicht regt aber die Freisetzung von Glückshormonen im Gehirn an und mit ein bisserl Serotonin lässt sich auch eine Pandemie zumindest ein bisschen besser ertragen. Sonne ist natürlich kein Allheilmittel, aber bei Gefühlen von Traurigkeit und Angst oder einem Motivationstief kann es helfen, mal ein bisschen rauszugehen und die Hirnchemie zu triggern.

 

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