Was mit deinem Körper passiert, wenn du deine Gefühle für jemanden unterdrückst

Oft verlieben wir uns einfach zum falschen Zeitpunkt oder in die falsche Person (glauben wir zumindest). Wir verdrängen also unsere Gefühle und hoffen, dass sie uns nie wieder einholen. Dadurch leidet allerdings unsere Gesundheit.

Frau liegt am Boden

Wir haben keinen Einfluss darauf, wann und in wen wir uns verlieben. Vielleicht hast du ja einen bestimmten "Typ" oder gewisse Vorstellungen, wie der*die zukünftige Partner*in sein sollte, trotzdem kommt manchmal alles anders als man denkt. Schade irgendwie…aber gerade das macht es ja auch so spannend, oder?

Was du allerdings selbst entscheiden kannst, ist, wie du nun mit deinen Gefühlen umgehst. Leider kommt es ja nicht selten vor, dass Gefühle für jemanden im völlig falschen Moment auftauchen, oder du bereits weißt, dass es zwischen euch nie funktionieren kann (aus welchen Gründen auch immer). Dann schluckst du deine Emotionen runter und versuchst, den*die andere*n so schnell es geht zu vergessen. Das kann sich allerdings auf deine Gesundheit auswirken.

Verdrängen bringt nix

Eigentlich ist Verliebtsein ja was Schönes. Bleibt es aber bei einer einseitigen Liebe oder großer Ungewissheit, fühlt sich das Verliebtsein aber eher alles andere als schön an. Psychologin Dr. Nora Girardi erklärt gegenüber Bustle, dass unsere Gefühle nie wirklich weggehen, wenn wir versuchen, sie zu verdrängen – oder wenn, dann nur für kurze Zeit. Je krampfhafter wir versuchen, unsere Emotionen wegzuschieben, desto größer machen wir die ganze Sache. Um über jemanden hinwegzukommen, solltest du also nicht einfach deine Gefühle unter den Teppich kehren, sondern dich lieber mit ihnen auseinandersetzen.

Die Folge: Stress und Schlaflosigkeit

Seine Gefühle zu unterdrücken ist ja quasi wie ein Geheimnis mit sich zu tragen – was für die meisten Menschen eine Stresssituation darstellt. Unser Körper begibt sich in den Kampf- oder Fluchtmodus und funktioniert nicht wie gewohnt. So leiden wir in solchen Situationen häufig unter Schlafproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Appetitlosigkeit. Die klinische Psychologin Dr. Sherrie Campell empfiehlt auf bustle.com daher, sich mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen, diese zu akzeptieren und sich nicht unter Druck zu setzen.

Tipp: Gedanken aufschreiben oder mit jemandem teilen

Es hilft, sich zu fragen: Wie fühle ich mich? Warum fühle ich mich so? Was will oder kann ich diesbezüglich tun? Wenn es niemanden in eurem Umfeld gibt, mit dem ihr über eure Gefühle reden könnt, kann es auch sehr hilfreich sein, die Gedanken aufzuschreiben. Sicher ist das erstmal gar nicht so einfach und braucht auch ein bisschen Übung.

Auf diese Weise werdet ihr euch allerdings noch besser darüber klar, was denn gerade in eurem Kopf vorgeht, fühlt euch nicht so ausgeliefert und könnt alles besser verarbeiten. Vielleicht schafft ihr es sogar, der betreffenden Person von euren Gefühlen zu erzählen - habt ihr eure Gedanken erst einmal für euch formuliert, fällt der nächste Schritt oftmals gar nicht mehr so schwer. Und egal wie die Reaktion sein mag: Ihr werdet nachher froh (und stolz!) sein, dass ihr es getan habt.

 

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