Was kosten Kinder?

Mutterliebe kann man mit keinem Preis versehen. Aber spannend wäre es schon zu wissen, was es kostet, ein Kind zu haben, oder? Wir haben eine mögliche Antwort!

Kosten Kinder

Mütter erzählen es oft mit leuchtenden Augen: Nie würden sie ihre Kinder und diese Erfahrung hergeben wollen. Ihre Liebe hat dadurch ganz neue Dimensionen angenommen. Und an Liebe kann man doch kein Preisschild hängen, oder?

Das Statistische Bundesamt in Deutschland sagt doch und nennt eine sehr konkrete Zahl, was ein Kind durchschnittlich kostet. Und zwar rund 130.000 Euro, wenn es kein Studium macht und mit 18 oder 19 Jahren mit der Matura abschließt. Ein Studium treibt, wenn dieses von den Eltern finanziert wird, die Kosten nochmal gehörig in die Höhe und zwar kostet das Kind laut einer Schätzung der Verbraucherzentrale Bayern dann rund 230.000, wenn es bis zum 25. Lebensjahr studiert.

Altersabhängig

Das klingt nach einer Menge! Wie kann es sein, dass ein (zumindest anfänglich) so kleines Wesen so hohe Kosten verursacht? Das Statistische Bundesamt in Deutschland bricht die Kosten herunter und erklärt:

  • Eine Schwangerschaft inkl. Untersuchungen, Umstandskleidung, Geburtsvorbereitung etc. kostet ca. 1.000 Euro
  • Anschaffungen für das erste Kind inkl. Babykleidung, Möbel, Kinderwagen und alles, was man so braucht machen rund 3.000 Euro aus

Wie viel Geld danach für das Kind aufgebracht werden muss, kommt auf das Alter an. Am günstigsten sind die ersten 6 Jahre, hier kostet das Kind pro Jahr rund 6.000 Euro. In dieser Summe sind noch keine Betreuungskosten enthalten, sondern nur Verpflegung, Spielzeug, Kleidung, Freizeit und so weiter.

Sobald es in die Schule kommt, steigen die Kosten, da es um Schulmaterialien, Ausflüge und mehr geht und eine Familie muss pro Jahr rund 7.000 Euro rechnen. Am teuersten sind, wenig überraschend, Teenager. Im Alter von 12. bis 18. Jahren kostet das Kind dann rund 8.500 Euro im Jahr.

Sollte das Kind ein Studium machen, dann kommen pro Jahr weitere 15.000 Euro hinzu, wenn das Kind nicht mehr bei den Eltern wohnt und möglicherweise in einer anderen Stadt studiert.

Mehr Kinder sind günstiger

Bei der gesamten Kalkulation wurden noch keine Verdienstausfälle der Eltern berücksichtigt oder Kosten für eine größere Wohnung oder ein Haus. Was man bei der erschreckend hohen Summe aber nicht vergessen darf, ist dass es auch verschiedene Hilfestellungen vom Staat gibt, die natürlich diese Kosten zum Teil decken: Kindergeld, Kinderfreibeträge, Elterngeld und viel mehr. Die endgültigen Kosten können natürlich abhängig nach Lebensstandard der Familie auch nach oben oder unten variieren.

Wer die alten Klamotten der älteren Geschwister aufgetragen hat, der wird den nächsten Punkt gut nachvollziehen können. Denn je mehr Kinder eine Familie hat, desto geringer fallen die Kosten pro Kind aus. Für das zweite Kind kommt somit nicht nochmal dieselbe Summe hinzu, sondern nur ein Prozentsatz.

Diese Rechnung sollte und wird bei Menschen mit Kinderwunsch nicht entscheiden, ob sie Nachwuchs bekommen. Aber es ist trotzdem gut, einen ungefähren Richtwert zu haben, was auf einen zukommt.

 

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