Was ist Schröpfen?

Beim Schröpfen werden erhitzte Gläser auf die Haut aufgesetzt. Durch die Hitze entsteht ein Unterdruck und die Haut wird so angesaugt. Warum diese Behandlung so beliebt ist und was sie bringt, erfahren Sie hier.

Typische Kennzeichen nach einer Schröpfbehandlung sind große kreisrunde Blutergüsse an den behandelten Stellen. Was auf den ersten Blick wild ausschaut, hat für die Betroffenen einen sehr beruhigenden Effekt. Denn mit Schröpfen werden Krankheiten und Probleme wie Migräne, Depressionen, Bluthochdruck, Bronchitis, Müdigkeit, Verdauungsprobleme, Herz-Kreislauferkrankungen und sogar banale Erkältungen behandelt.

Die Wirksamkeit der Behandlung, die schon seit Jahrhunderten auf der ganzen Welt zum Einsatz kommt, ist dabei keineswegs bewiesen. Während bei den ersten Formen mit dem Mund oder Kuhhörnern gearbeitet wurde, kommen heute spezielle Schröpfgläser zum Einsatz. Diese werden im Inneren kurz erhitzt und dann sofort auf die Haut aufgelegt. Durch die Hitze im Inneren des Glases saugen sie sich an.

Drei verschiedene Methoden kommen zum Einsatz: Das trockene Schröpfen funktioniert wie beschrieben, beim blutigen Schröpfen wird die Haut zuvor angeritzt. Durch den Unterdruck wird Blut in das Glas gesaugt. Bei Schröpfmassagen wird die Haut zuvor eingeölt. Auf die Art ist ein Verschieben des Glases möglich und die Durchblutung wird gefördert.

Dauer und Wirkung: Das Schröpfen dauert zwischen fünf und 15 Minuten und soll neben einer Durchblutungsförderung auch Immunsystem und Lymphfluss verbessern. Geschröpft wird an Stellen, an denen die Muskeln verhärtet sind bzw. an Stellen, denen eine Verbindung zu einem Organ nachgesagt wird, um dieses positiv zu beeinflussen. Das Gefühl, das dabei entsteht, wird gerne als elektrisierend beschrieben.

 

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