Was ist billiger: Wegwerfwindeln oder waschbare Windelhöschen?

Wir haben's getestet. Wegwerfwindeln oder waschbare Windelhöschen – die Vor- und Nachteile sowie eine Übersicht der Kosten für all jene Eltern, die sich noch nicht entschieden haben.

Wegwerfhöschen

Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von anfangs sieben und ab dem dritten Monat fünf Windeln pro Tag, die in den ersten beiden Monaten auf € 0,16 pro Stück, später bei der Wahl von günstigen Modellen in der Großpackung über Internetversand bestellt auf € 0,18/ Stück kommen, macht der Verbrauch im ersten Jahr € 350,- und im zweiten Jahr € 328,- aus. Bei teureren Windelmodellen oder Kauf von kleineren Packungen kann es wesentlich teurer werden (bis zu € 0,10 pro Windel!). Für beide Jahre zusammen € 678,-.

Vor- und Nachteile: Einfach zu wechseln, vor allem unterwegs sehr praktisch. Die Windeln saugen sehr gut und die Kinder sitzen nie im Nassen. Dafür wird die Umwelt durch das Wegwerfprodukt mehr belastet, der Transport mit der Post ist auch nicht gerade umweltfreundlich. Außerdem wurden Preise von günstigen Windeln, die in der Großpackung über das Internet bestellt wurden, zur Berechnung herangezogen. Wer bei der Drogerie ums Eck kauft, zahlt mehr.

Windelhöschen

20 Höschenwindel um je € 17,-, drei Überhosen um je 14,- (zwischen 3 und 15 kg). Dazu kommt Verbrauchsmaterial wie Windelflies ca. 5 Euro pro Rolle (100 Stück), macht € 90,- für das Vlies. Macht € 472,- im ersten Jahr und € 90 im zweiten Jahr. Das Windelvlies könnte man aber auch waschen und diese Kosten somit einsparen. Dazu kommen laut Naturwindeln.de Waschkosten von € 116 pro Jahr. Macht im ersten Jahr € 588 und im zweiten Jahr € 206. Für beide Jahre zusammen 794,-.

Vor- und Nachteile: Ist die Grundausstattung erst einmal gekauft, ist nicht mehr viel zu bezahlen. Allerdings hat man mehr Arbeit, da die Höschen auch zu waschen sind. Ekliger als eine Wegwerfwindel ist die Variante nicht, da auch die Einlage weggeworfen werden kann, wenn Stuhl darauf kommt. Und in Summe entsteht nicht so viel Mist. Die Einlagen saugen mittlerweile fast so gut wie bei Wegwerfhöschen. Die Kleidung muss allerdings etwas größer ausfallen, da die Windel viel dicker ist als das Einwegmodell.

Fazit


Wenn man günstige Wegwerfwindeln kauft, fährt man bei einem Kind gleich günstig bzw. unter Umständen sogar günstiger als mit wieder verwertbaren Höschen. Werden die Einlagen bei den waschbaren Windelhöschen wieder gewaschen und wieder verwendet, kommt diese Variante ein bisschen billiger. Hat man mehrere Kinder hintereinander, ist das wiederverwertbare Windelhöschen auf jeden Fall wesentlich günstiger. Denn diese Grundausstattung kann auch für mehrere Kinder verwendet werden. Diese Variante ist definitiv auch umweltfreundlicher, da weniger Müll und nicht so lange Transportkosten anfallen. Falls Kinder zuerst länger mit Einweghöschen gewickelt wurden, kann es sein, dass Ihnen die Umstellung schwer fällt, da sich die Windelhosen etwas anders anfühlen.

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