Was es mit den 10.000 Schritten am Tag wirklich auf sich hat

Sie sind die magische Zahl jedes Schrittzählers und sollen nötig sein, um uns gesund und fit zu halten - aber braucht es dafür wirklich 10.000 Schritte am Tag? Die Wissenschaft weiß die Antwort: nein.

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Dr. I-Min Lee, Professorin an der Harvard Medical School, hat gemeinsam mit ihrem Team untersucht, auf welcher Basis die 10.000 Schritte als Fitness-Ziel propagiert werden und ob diese magische Grenze überhaupt ihre Berechtigung hat.

Woher kommt die Richtlinie, 10.000 Schritte am Tag zu gehen?

Dr. Lee zufolge war diese Marke ein Marketing-Spruch eines japanischen Fitnessgeräts aus dem Jahr 1965. Die Zahl habe sich seitdem so ins kollektive Gesundheitsgedächtnis eingebrannt, dass es auch bei vielen modernen Fitness-Gadgets voreingestellt ist.
Die Testgruppe von Dr. Lees Forschung umfasste 16.471 Frauen zwischen 62 und 101 Jahren, die zwischen 2011 und 2015 mithilfe von Trackingprogrammen ihre Bewegung maßen.

Sind 10.000 Schritte pro Tag tatsächlich am gesündesten?

Die Untersuchung fand heraus, dass Frauen, die durchschnittlich 4.400 Schritte am Tag zurücklegten, ihre Sterblichkeitsrate um 41 Prozent reduzierten.
Bei 7.500 Schritten am Tag war die Reduktion der Sterblichkeit am höchsten, darüber zeigten sich keine relevanten Unterschiede mehr.

Fazit der Studie: 7.500 Schritte am Tag verringern die Sterberate - es braucht dafür keine 10.000 Schritte. Weiteres fasste Dr. Lee zusammen, dass die Intensität der Schritte keinen Unterschied gemacht habe: "Jeder Schritt zählt."

 

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