Was du tun kannst, wenn du dich ständig selbst sabotierst

Bist du auch dein eigener größter Feind?

4 Tipps, wenn du zu selbstzerstörerischem Verhalten neigst

Hast du das Gefühl, dass du dir oft selbst im Weg stehst und zu gewissen Verhaltensmustern neigst, die dich von deinen eigentlichen Zielen und Wünschen abhalten? Die Gründe für selbstzerstörerisches bzw. -sabotierendes Verhalten sind vielfältig. Negative Verhaltensmuster zu durchbrechen, braucht Zeit und Übung. Was dir helfen kann:

1. Muster erkennen

Der erste Schritt, um selbstsabotierende Verhaltensmuster zu durchbrechen, ist, sie zu erkennen bzw. herauszufinden, in welchen Situationen sie typischerweise auftreten. Schiebst du z.B. bestimmte Arzttermine auf oder lässt gewisse Arbeits-To-Dos liegen, während es sonst eigentlich kein Problem für dich ist, Termine einzuhalten? Überlege, wann das Verhalten auftritt, wie genau es sich äußert und versuche dann herauszufinden, was dahinterstecken könnte.

2. Folgen abwägen

Überlege, welche Folgen es haben kann, wenn du so weiter machst wie bisher, bzw. welche Vorteile du genießen könntest, wenn du deine alten Verhaltensmuster durchbrichst.

Unsere Angewohnheiten haben auf lange Sicht große Auswirkungen auf unser Leben. Entschließt du dich heute, wieder nicht ins Fitnessstudio zu gehen, kann das dazu führen, dass du dein Training auch die nächsten Wochen schleifen lässt und so auf Dauer deiner Gesundheit schadest.

Wir wissen, wie schwer es ist, sich im Moment der Entscheidung, auf die langfristigen, nicht die kurzfristigen Erfolge bzw. Auswirkungen zu konzentrieren - mit etwas Übung und Bewusstseinsbildung kann es allerdings klappen.

3. Konzentriere dich auf deine Werte und setze dir klare Ziele

Wenn es dir allgemein schwer fällt, Verpflichtungen einzugehen oder Ziele zu erreichen, versuche, dir ins Gedächtnis zu rufen, was dir im Leben wichtig ist, was du erreichen möchtest und überlege, ob deine Ziele auch gut mit deinen Werten vereinbar sind. Allgemein fällt es uns leichter, Ziele zu verfolgen, die unseren Werten entsprechen (z.B. regelmäßig zum Yoga gehen, weil dir ein gesunder Lebensstil tatsächlich wichtig ist), als solche, die wir aufgrund gesellschaftlicher Erwartungen verfolgen.

4. Notiere dein Verhalten und finde neue Strategien

Führe dir genau vor Augen, inwiefern du dich selbst sabotierst - schreibe dir dein Verhalten am besten auf (z.B. Du erledigst Hausarbeiten für dein Studium immer auf den letzten Drücker, schreibst Freund*innen nicht oder nur sehr verspätet zurück, etc.). Kreiere dann einen Plan, um zukünftig anders zu agieren (etwa, indem du dir genau im Kalender einträgst, wann du mit welcher Hausarbeit beginnst und dir für jeden Arbeitsschritt Zeitlimits setzt).

Vermutlich wird es nicht gelingen, dein Verhalten von heute auf morgen anzupassen, mit ein bisschen Zeit und Übung und natürlich dem Willen, tatsächlich etwas zu verändern, wird es jedoch nach und nach immer besser.

 

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