Was die Anzahl deiner Sexpartner*innen über dich aussagt

Und warum viele Menschen lügen, wenn sie gefragt werden, mit wem sie bereits im Bett waren.

Mann küsst Frau auf dem Hals

Hand aufs Herz! Schon einmal gelogen, wenn jemand gefragt hat, mit wie vielen Menschen du geschlafen hast? Oder warst du mal auf einem Date, bei dem es dich brennend interessiert hat, ob dein Gegenüber noch Jungfrau ist? Für manche Singles ist diese Information essenziell. Sie könnte den Ablauf der Date Night bestimmen. Andere möchten die Antwort auf die Frage, wie oft und mit wem der*die Partner*in schon Sex hatte, gar nicht wissen. Wir erklären, warum manche Menschen bei ihrer Antwort über die Anzahl ihrer Sexualpartner*innen lügen und was es mit dem "Body Count" auf sich hat.

Fragen auf eigene Gefahr

Das Wichtigste zuerst. Der Begriff "Body Count" gibt an, wie viele Sexpartner*innen jemand in der Vergangenheit hatte. Wenn du also jemanden fragst, wie hoch sein*ihr Body Count ist und die Person mit "fünf" antwortet, ist sie eben bereits mit fünf Menschen im Bett gelandet. Hoffentlich! Vorausgesetzt er*sie sagt die Wahrheit und meint denselben Body Count, wie du. Es könnte nämlich auch bedeuten, dass diese Person ein*e Mörder*in ist (That escalated quickly!) und fünf Menschen getötet hat, wie Urban Dictionary beschreibt. Daher nachfragen nur auf eigene Gefahr!

Natürlich interessierst du dich für die Vergangenheit deines Dates. Ein gesundes Hinterfragen und etwas Social-Media-Stalking gehört zum Kennenlernen im 21. Jahrhundert nun mal dazu. Im besten Fall machen wir gar nichts mit den erhaltenen Informationen. Doch manchmal kann diese Neugierde zu einer intensiven Recherche führen. Die Follower*innen auf Instagram oder Facebook-Friends des Dates werden durchforstet und potenzielle Sexpartner*innen identifiziert. Worst case: Man wird eifersüchtig und hinterfragt den*die potenzielle*n Partner*in, sich selbst und die Beziehung. Willst du also wirklich wissen, mit wem er*sie vor dir aller geschlafen hat?

Die Wissenschaft schläft nicht

2018 hat eine Studie des Sextoyanbieters EdenFantasys ergeben, dass der Body Count des*der Partner*in viele Amerikaner*innen tatsächlich interessiert. Nicht nur das. Mehr als die Hälfte der 2000 Befragten gab an, über Details informiert werden zu wollen – wann und wie ihre Partner*innen mit anderen Menschen intim waren. 29 Prozent der Teilnehmer*innen hatten bereits gelogen, wenn sie gefragt wurden, wie hoch ihr Body Count war. Sowohl Männer als auch Frauen. Wobei Männer dazu tendieren, die Anzahl ihrer Sexualpartner*innen zu erhöhen. Frauen hingegen gaben weniger Menschen an, mit denen sie im Bett waren. Slutshaming und Sexismus lassen grüßen.

Was normal ist

Sex. Sex ist völlig normal, solange er Safe ist und alle Beteiligten es wollen. Der Body Count ist also erfundener Blödsinn, um besonders Frauen schlechter dastehen zu lassen. Daher sagt dieser Begriff nur eines aus: Nämlich wie viele Sexpartner*innen eine Person in der Vergangenheit eben hatte. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist keine Information, über den Wert eines Menschen und kein Detail, das den*die Partner*in zwingend etwas angeht. Wer weiß, vielleicht hat dein*e Vorgänger*in deinem*r Partner*in etwas beigebracht, das dich heute im Bett zum Stöhnen bringt. Triggernd?

Das ist auch normal. Es kann dich eifersüchtig machen, zu wissen, mit wie vielen Menschen dein*e Partner*in in der Vergangenheit bereits im Bett war. Du bist mit diesem Gefühl nicht allein. Ein Drittel der Befragten gab an, dass sie sich mit der Information über das vergangene Sexualverhalten des*der Partners*Partnerin nicht wohlfühlten. Es ist also eine relativ häufige Reaktion, die der Beziehung aber nicht im Weg stehen sollte.

 

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