Warum wird der Handy-Akku bei Kälte so schnell leer?

Nicht nur uns Menschen machen die kalten Temperaturen derzeit zu schaffen. Auch unsere Smartphones leiden. Wir kennen den Grund dafür.

Jeder kennt es: Man steht in der Kälte, scrollt am Handy und plötzlich dreht es sich aus heiterem Himmel ab. Smartphones können, was Temperaturen angeht, ganz schön empfindlich sein! Aber, warum ist das so?

Schuld an der Temperaturempfindlichkeit sind die so genannten Lithium-Batterien, die seit über 20 Jahren in den meisten Elektro-Geräten eingebaut sind. Zwar geben Firmen wie Apple an, dass die Idealleistung der Akkus zwischen 0 und 35 Grad erreicht wird, die Realität sieht (besonders bei älteren Modellen), leider oft anders aus.

Batterien leiden unter Extremtemperaturen

Durch die Kälte werden die elektrochemischen Prozesse innerhalb der Lithium-Ionen-Batterien verlangsamt und es kommt zu einer Entladung des Akkus. Aus Schutz vor einer möglichen Schädigung schalten sich Smartphones deswegen oft vorschnell ab, um weiteren Einfluss auf die spätere Akkuleistung zu verhindern.

Je öfter das Handy in seinem Leben bereits aufgeladen wurde, desto anfälliger wird es mit der Zeit für derartige temperaturabhängige Vorgänge. Das gilt auch für Hitze: Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, altern die Batterien ab einer Temperatur von 40 Grad bis zu dreimal schneller.

Was also tun?

Idealerweise schützt man das Smartphone im Winter und Sommer vor extremen Umweltbedingungen. Das bedeutet: Bei Kälte sollte das Handy möglichst nah am Körper getragen werden, da die Körperwärme für optimale Betriebstemperatur sorgt. Im Sommer sollten Smartphones dagegen möglichst aus der prallen Sonne herausgehalten werden, damit sie nicht überhitzen.

Das Smartphone wird es dir mit besserer Akkulaufzeit und Langlebigkeit danken!

Tipp: Wer im Winter trotzdem nicht auf ein voll-geladenes Handy verzichten möchte, sollte einen tragbaren Akku (so genannte Powerbanks) in der Tasche mitführen. Powerbanks sind bereits unter 10€ erhältlich, die kleinsten Akku-Größen sind mit der eines Lippenstifts vergleichbar.

 

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