Warum wir alle ein 3-Tage-Wochenende haben sollten

Mehrere Studien weisen darauf hin, dass eine kürzere Arbeitswoche für uns alle Vorteile hätte.

Manche Unternehmen haben es bereits gewagt und bieten ihren MitarbeiterInnen eine komprimierte Arbeitswoche an. Und das hat viele gute Gründe, wie auch die Wissenschaft beweist:


1: Wir wären alle gesünder

Lange Arbeitszeiten tun niemandem gut und sind vor allem schlecht für unser Herz. Eine Studie ("The Lancet") mit mehr als 600.000 AmerikanerInnen, EuropäerInnen und AustralierInnen untersuchte den Zusammenhang zwischen Herzerkrankungen und zu viel Arbeit. Jene Untersuchten, die über 55 Stunden in der Woche arbeiteten, hatten ein 33 Prozent höheres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Vor allem jene mit schlecht bezahlten Jobs sind laut Studie gefährdet.

2: Wir würden mehr schlafen

Wenig verwunderlich ist die Tatsache, dass wir bei einer 4-Tage-Arbeitswoche einfach mehr schlafen würden. Und das hat enorm positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Schlafverhalten insgesamt, wie eine Studie, die im Journal "Sleep" veröffentlicht wurde, zeigt. Workaholics haben einfach weniger Zeit, um sich auszuruhen, ihre Gedanken zu ordnen und zu entspannen. Entspannung sei aber enorm wichtig, um Schlaflosigkeit vorzubeugen, so die Studie.

3: Wir würden alle besser miteinander auskommen

Wer übermüdet ist, ist auch leichter gereizt, interpretiert vieles falsch und streitet deshalb auch öfter. Ein guter Grund für ChefInnen, sich das mit dem 3-Tage-Wochenende einmal genauer zu überlegen. Denn gute Teamarbeit bedeutet einfach: bessere Arbeit.

4: Wir wären insgesamt besser im Job

Der "Harvard Business Review" hat vor Kurzem festgestellt, dass sich Unfälle und Kosten sparen lassen, wenn die MitarbeiterInnen weniger Arbeitsstunden haben. Bei einem Experiment waren einige MitarbeiterInnen in einem Bostoner Unternehmen dazu aufgerufen, sich einen Tag unter der Woche frei zu nehmen. Nach fünf Monaten haben die KundInnen die Arbeit dieser MitarbeiterInnen besser bewertet und sie als freundlicher bezeichnet.

5: Wir wären konzentrierter

Wer sich ständig überlegen muss, in welches Zeitfenster man private Erledigungen hineinzwängen muss, ist im Job unproduktiver und mit den Gedanken woanders. Hätten ArbeitnehmerInnen einen Tag, an dem sie sich um Besorgungen und Privates kümmern können, könnten sie sich in der Arbeit auch voll und ganz auf ihren Job konzentrieren. Vor allem für Frauen, an denen leider noch immer die meiste Betreuungs- und Hausarbeit hängen bleibt, wäre dieser zusätzliche Tag eine enorme Erleichterung.

 

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