Warum wir ab 30 unglücklicher werden

Eine großangelegte Studie hat herausgefunden, warum wir heute unglücklicher sind, je älter wir werden - und warum das früher anders war.

Wir fürchten uns nicht umsonst vor unserem 30. Geburtstag - denn wir werden unglücklicher im Alter. Das sagt zumindest eine neue Studie, die im Fachmagazin Social Psychological and Personality Science veröffentlicht wurde.

Während frühere Studien belegt haben, dass die Lebenszufriedenheit im Alter steigt, beobachtet die neue Studie, dass sich ein rückläufiger Trend entwickelt. Teenager und Mittzwanziger sind glücklicher als sie waren, aber Menschen über 30 sind unzufriedener als es frühere Generationen waren.

Die Studie untersuchte Daten von nationalen Umfragen, die insgesamt 1,27 Millionen Teenager und über 50.000 Erwachsene (von 18-96) inkludierten. Das Forscherteam spekuliert über die Ursachen dieses Unglücklicherwerdens und konkludiert, dass die heutige unglückliche Ü30-Generation die Folge einer allzu optimistischen Jugend ist. Eine Kindheit voller Botschaften wie "Du kannst alles machen" und "Dir stehen so viele Möglichkeiten offen" kann später wieder auf einen zurückfallen.

Warum die Dänen so glücklich sind

Denn: umso höher die Erwartungen, umso größer ist auch die Enttäuschung, wenn all das nicht eintrifft. Aber wie machen das Menschen, die glücklich sind? Eine Studie aus dem Jahr 2006 etwa untersuchte, warum die Dänen so ein glückliches Volk sind. Die Studienautoren schreiben, dass die Erwartungen der Däninnen und Dänen für das kommende Jahr eher niedrig sind, während andere Länder wie Italien oder Griechenland sich zu hohe Ziele stecken.

Auch das zeigt die neue Studie, wie die Studienautorin dem Magazin "Science of Us" erklärte - Menschen, die in den 2010er-Jahren 30 werden, haben weitaus höhere Erwartungen an ihr Leben und ihre Karriere als Menschen aus den 1970er-Jahren. In den 1970er-Jahren haben weniger die Hälfte der befragten SchülerInnen angegeben, dass sie mit 30 Jahren in einer Führungsposition sein werden - heute denken das 64 Prozent der jungen Leute.

 

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