Warum unsere Kinder Fehler machen müssen

Sollte Ihr Kind seine Hausübung auf dem Küchentisch vergessen, lassen Sie sie liegen! Warum das sinnvoll ist, weiß die Autorin Jessica Lahey.

So gut wie jedes Kind hat schon einmal die Hausübung auf dem Küchentisch vergessen oder das Turnsackerl auf dem Bett liegen gelassen. Was machen gute Eltern? Sie bringen es den Kindern nach. Dass sie das aber nicht tun sollten, erklärt die Lehrerin und Bestseller-Autorin Jessica Lahey in ihrem Buch "The Gift of Failure: How the Best Parents Learn to Let Go So Their Children Can Succeed" ("Das Geschenk des Fehlermachens: Wie die besten Eltern lernen loszulassen, so dass ihre Kinder erfolgreich sein können").

Lassen Sie ihre Kinder Fehler machen


Darin argumentiert sie: Überfürsorglichkeit und die Schaffung von Abhängigkeiten führt nämlich dazu, dass das Selbstbewusstsein und die Selbständigkeit der Kinder verloren gehen. Dadurch hätten sie es im späteren Leben - sobald sie die heile Welt ihres Zuhauses verlassen - wesentlich schwerer, so die Autorin.

Der Grund ist einfach: wenn wir unsere Kinder davor bewahren, die Konsequenzen ihrer Fehler zu erleben, dann werden sie auch nie daraus lernen, so die Expertin. Stattdessen würden sie dadurch zu abhängigen, emotional gehemmten Menschen werden, die sich nie an ihre Umwelt anpassen können.

Angst kann gut sein


Auch wenn es schwerfällt: eine gesunde Dosis Angst ist ein guter Lernbegleiter. Eltern dürften nicht in die "Beschützer-Falle" tappen und ständig versuchen, ihre Kinder davor zu bewahren, Fehler zu machen. Angst machende Situationen würden dadurch nur noch beängstigender werden für die Kinder - und sie würden keine Strategien erlernen, um damit umzugehen.

 

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