Warum Sie wahrscheinlich falsch auf die Toilette gehen

Wie der "Standard" berichtet, gibt es Studien die darauf hinweisen, dass die gesamte westliche Welt die Toilette falsch besucht.

Darüber, wie Frauen sich auf öffentlichen Toiletten oft verrenken, haben wir schon einmal berichtet. Ein Thema, über das meist seltener gesprochen wird, da es weithin mit einem Tabu vorbelastet ist, ist der Stuhlgang. Dabei gibt es gute Gründe, warum wir uns alle mehr damit beschäftigen sollten, wie wir scheißen. Obwohl die Erfindung der Wassertoilette das moderne Leben enorm vereinfacht und schlagartig verändert hat, scheint diese Erfindung nicht nur gutes mit unserer Gesundheit gemacht zu haben.

Im Hocken geht's besser

Wie derstandard.at berichtet, gibt es laut dem Leiter der chirurgischen Beckenbodenambulanz am AKH Wien zwar nur wenige Studien zum Thema Position beim Stuhlgang, die Daten, die es gibt, weisen aber eindeutig darauf hin, dass wir besser damit beraten sind, hockend den Darm zu entleeren. So sollen Menschen, die beim Stuhlgang nicht aufrecht sitzen sondern hocken, den Darm besser entleeren, sie sind schneller fertig und müssen weniger pressen. Wer auf der Toilette viel presst, erhöht das Risiko an Hämoirrhoiden zu erkranken.

Kein Pressen in der Denkerposition

Wer hingegen die Denkerposition einnimmt, also den Oberkörper nach vorne lehnt und den Ellbogen am Knie abstützt, bringt den Darm in die ideale Position für die Entleerung. In dieser Position ist der anorektoale Winkel stumpfer, der Kot bewegt sich leicht durch. Im Sitzen hingegen ist der Darm wie ein abgeknickter Strohhalm, und lässt den Inhalt schwer durch.

Vollständige Entleerung wichtig

Grundsätzlich sollte Pressen beim Stuhlgang nicht notwendig sein, und eine vollkommene Entleerung des Darms ist wichtig für die Gesundheit. Ansonsten bleiben immer Kotreste im Darm zurück, und Fäulnisgifte und andere Toxine dringen durch die Darmschleimhaut in den Körper ein. Langfristig kann das zu Krankheiten führen.

Wer seine Körperhaltung auf der Toilette verändern will, kann sich auf die Brille hocken oder einen Hocker unterstellen.

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