Warum Sie langes Sitzen umbringt

Eine Flut an Studien beweist: Langes Sitzen kostet uns Lebensjahre. Die schlechte Nachricht: Das lässt sich auch mit Sport nicht ändern. Die gute Nachricht: Es gibt Gegenmaßnahmen …

Können 18 Studien lügen? An der Universität Leicester in England wurden nämlich 18 Studien ausgewertet und alle zeigen das selbe Ergebnis: Langes Sitzen am Stück bringt uns um. Genauer gesagt länger als sechs Stunden auf einmal ohne Pause zu sitzen. Wer das macht, hat ein doppelt so hohes Risiko Diabetes oder eine Herzkrankheit zu bekommen und auch das Sterberisiko steigt rasant. Denn wer länger als die bereits genannten sechs Stunden am Stück sitzt, hat ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko bereits in den kommenden 15 Jahren zu sterben im Unterschied zu Personen, die weniger als drei Stunden sitzen. Ebenfalls erschreckt: wir verbringen 50 bis 70 Prozent unserer Zeit sitzend.

Was gegen die Sitzkrankheit hilft? Sport ist jedenfalls nicht dazu geeignet, die negativen Effekte wieder wett zu machen. Vielmehr müsste man sein Sitzfleisch einfach öfter in Bewegung bringen. Eine Studie der Deutschen Sporthochschule in Köln zeigt etwa, dass Menschen sich wesentlich wohler fühlen, wenn sie jeweils nach einer Stunde die Arbeit kurz unterbrechen und einige Stockwerke auf und ab gehen als wenn sie acht Stunden durchgehend sitzen.

Was Sie noch tun können:

  • den Schreibtisch mit einem Stehtisch austauschen
  • ideal wäre ein Stehschreibtisch mit eingebautem Laufband. Auf die Art profitieren Kondition und Stoffwechsel, ohne dass die Arbeit darunter kleidet. Im Gegenteil bei wenigen km/h lässt es sich sogar besser arbeiten. Und man kann bis zu 20 Kilo pro Jahr abnehmen. Die zu kaufenden Modelle sind recht teuer, aber Interessierte können sich einen solchen auch selbst bauen wie die Anleitung auf Ikeahackers beweist. Auch eine Bike-Work-Station verschafft Besserung.
  • Telefonate im Haus vermeiden und immer persönlich zu den Gesprächspartnern gehen
  • zu jeder vollen Stunde eine kurze Runde gehen
  • zwischendurch immer wieder kurz aufstehen und einige Schritte machen und Dehnungsübungen durchführen
  • Mittagspause nicht am Schreibtisch verbringen, sondern dazu in die Küche, Kantine oder vielleicht sogar einen nahe gelegenen Park gehen.
 

Aktuell