Warum masturbieren Frauen so viel seltener als Männer?

Heute schon masturbiert? Eine Studie zeigt: Frauen masturbieren immer häufiger. Doch immer noch weniger als Männer.

Frau masturbiert

Den "Equal Pay Day" kennen viele. Das ist der Tag, der darauf aufmerksam macht, dass Frauen weltweit weniger verdienen als Männer. Keine Panik! Die nächsten drei Monate bekommen wir noch gleich viel Kohle. Der Gender Pay Gap ist also noch nicht relevant. Erst ab November wird's kritisch! *Sarkasmus Ende*

Doch neben diesem Aktionstag hat Sextoy Anbieter Womanizer noch ein Ungleichgewicht entdeckt. Und so den "International Equal Masturbation Day" ins Leben gerufen. Richtig! Der Tag, der symbolisch auf die Masturbationslücke zwischen Frauen und Männern aufmerksam machen soll. Wenn man sich Serien, wie Sex Education ansieht, könnte man zwar meinen, dass Frauen mindestens genauso gerne mit sich spielen, wie Männer. Die Realität sieht aber anders aus.

Befriedigend

Bereits zum dritten Mal errechnet Womanizer den Equal Masturbation Day. Dieser wird in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt berechnet, das auch den Gender Pay Gap ermittelt. Frauen masturbieren laut ihren Berechnungen viel seltener als Männer. Der internationale Equal Masturbation Day gibt nämlich an, dass Frauen bis zu diesem Tag im Jahr noch nicht masturbiert haben.

In der Theorie beginnen Frauen weltweit also heuer ab dem 23. Juni mit sich selbst zu spielen. Im Vergleich: Für Männer hat der Spaß schon Anfang des Jahres begonnen. Aber es gibt gute Neuigkeiten: Im Vergleich zu 2021 ist der Masturbation Gap von 62 Prozent auf 47 Prozent gesunken! Was für eine befriedigende Nachricht. So legen Frauen im Durchschnitt 76-mal im Jahr selbst Hand an, 23-mal öfter als im letzten Jahr!

Besser als Pornos

Womanizer fand bereits in den letzten Jahren heraus, dass der Sexualkunde-Unterricht bei den meisten Teilnehmer*innen limitiert war. Verhütung, Schwangerschaft und die Reproduktionsorgane waren die besprochenen Themen in der Schule. Wichtig, aber langweilig! Knapp 31 Prozent der Befragten würden sich wünschen, mehr über Lust zu lernen oder darüber, wie man über Sex spricht. Und sogar jede*r Fünfte würde sich wünschen mehr über Self-Love und Masturbation zu lernen.

Doch auch zuhause wird zu wenig über Selbstbefriedigung geredet, wie Womanizer angibt. Ja, mit den Eltern darüber zu sprechen, wie man es sich selbst macht, klingt awkward! Trotzdem geben 36 Prozent der Befragten an, dass Eltern ab dem 13. Lebensjahr mit ihren Kindern über Masturbation sprechen sollten. 18 Prozent glauben leider weiterhin, dass Eltern gar nicht mit Kindern über Solo-Sex reden sollten. Die Eltern als Sex-Ansprechpartner*innen sind immer noch bessere Quellen, als Pornos mit veralteten Geschlechterrollen, wie Womanizer schreibt. Im besten Fall zumindest!

Nicht genügend

Und wie schaut das Ganze hierzulande aus? Österreichische Männer tun es durchschnittlich 124-mal im Jahr. Frauen masturbieren nur 62-mal. Nach wie vor befriedigen sich 27 Prozent der Frauen gar nicht, bei den Männern sind es knapp 18 Prozent. Schade! Denn es g’hört einfach mehr gefummelt. Und zwar an sich selbst. So können nämlich der eigene Körper und die eigenen Vorlieben entdeckt werden. Also, just do it!

 

Aktuell