Warum man am 21. Jänner eine Jogginghose anzieht

Sechs Jahre nach dem ersten "Internationalen Jogginghosentag" ist der Trend zum bequemen Beinkleid ungebrochen.

Sechs Jahre nach dem ersten "Internationalen Jogginghosentag" ist der Trend zum bequemen Beinkleid ungebrochen - zumindest sagt das Matthias Geisriegler, einer der vier Erfinder des Tages, der am 21. Jänner stattfindet. In Schülerkalendern hat die Idee einen Stammplatz gefunden und unzählige Diskotheken und Gasthäuser veranstalten selbstständig Partys anlässlich des Jogginghosentages.

Armin Wolf in Jogginghose


"Auf Facebook ist die Veranstaltung zwar nicht mehr so populär wie noch vor ein paar Jahren", das mache aber nichts, so Geisriegler. Der Jogginghosentag sei eine Art "Selbstläufer". Die vier Grazer Erfinder - neben Geisriegler sind das auch noch Alexander Painsi, Matthias Strohmeier, Martin Riesel - betreuen nur noch die Facebook-Seite. Alles Weitere passiere von allein: "Zum Beispiel moderierte schon Armin Wolf 2014 in gelber Jogginghose die ZIB."

Die Idee habe sich in den vergangenen Jahren "in den Köpfen der Leute" verankert, vor allem das Vorjahr sei in punkto Medien-Echo das bisher erfolgreichste gewesen, meinte Geisriegler. Ein Geschäftsmodell wollen die Grazer deswegen aber nicht aus dem Tag machen. Mit ein bis zwei Gewinnspielen pro Jahr will man die Veranstaltung auf Facebook besser verbreiten. Ansonsten bleibe aber alles beim Alten: Am 21. Jänner soll und kann jeder in Jogginghose in die Arbeit oder in die Schule. Fotos davon dürfen anschließend gerne auf der Facebook-Seite gepostet werden, so der Wunsch der Initiatoren. In dem sozialen Netzwerk hat der "International Sweatpants Day" mehr als 46.000 "Gefällt mir"-Klicks.

Die Geschichte der Jogginghose


Die Geschichte der Jogginghose beginnt übrigens in den 1970er-Jahren. Die damals überwiegend aus Nylon gefertigten, weit geschnittenen Sportanzüge sollten Sportler auch bei schlechtem Wetter warm halten. In den 1980ern eroberten Jogginghosen aus Baumwolljersey den Markt, bevor sie in den 1990ern endgültig in den Alltag einzogen, berichtete die dpa anlässlich des "Internationalen Joggingshosentags". Die Rap- und Hip-Hop-Szene hat die Jogginghose längst gesellschaftsfähig gemacht.

Besonders heimatbewusste Jogginghosen werden seit einigen Jahren vor allem am österreichischen Markt angeboten: Neben dem "AlpenJogger" aus Biobaumwolle von "Wundersam" hat auch der steirische Künstler Andre Zechmann vor drei Jahren einen "SteirerJogger" erfunden. Beide Trachtenhosen in Schlabberlook setzen auf faire Produktion und Handarbeit.

 

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