Warum ist es noch immer "peinlich", Kondome zu kaufen?

Eine aktuelle Umfrage warnt vor den gesundheitlichen Folgen der "Kondom-Scham".

Eine Packung Kondome aufs Förderband zu legen, ist für viele Menschen noch immer eine schambesetzte Sache, wie eine aktuelle Umfrage von "Superdrug Online Doctor" zeigt.

Befragt wurden 1000 AmerikanerInnen und 1000 EuropäerInnen dazu, wie sie sich fühlen, wenn sie Verhütungsmittel - in diesem Fall Kondome und die Anti-Baby-Pille - kaufen. Die Ergebnisse zeigen einen erschreckenden Ist-Zustand: 30 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer sind peinlich berührt beim Kauf von Verhütungsmitteln - noch mehr fühlen sich "eigenartig" dabei. Einige sind sogar nervös.

18 Prozent der 45- bis 54-Jährigen geben sogar an, schon einmal einen Drogeriemarkt oder eine Apotheke fluchtartig verlassen zu haben, ohne wie geplant Verhütungsmittel zu kaufen - weil ihnen der Kauf unangenehm war. Auch 15 Prozent der jüngeren Generationen erlebten bereits einen solchen Spontan-Rückzieher.

Kondome werden am Förderband versteckt

Auch interessant: fast die Hälfte aller befragten Frauen und 41 Prozent der Männer haben bereits versucht, Kondome am Förderband so gut es geht zu verstecken - also umzudrehen, damit sie nicht für alle sichtbar sind.

Die Umfrageseite schreibt dazu: "Während wir vielleicht darüber lachen, wie Menschen versuchen, ihre Kondome zu verstecken, steckt dahinter ein ernstes Problem: es gibt nach wie vor viele ungeplante Schwangerschaften, und einen Zuwachs an Geschlechtskrankheiten." Heißt so viel wie: das nächste Mal, wenn ihr Kondome kauft, macht es mit Stolz - denn Verhütung ist einfach wichtig für eure Gesundheit, und auch die eurer PartnerInnen.

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