Warum ist das Ende einer Beziehung genauso wichtig wie der Start?

Eine neue Beziehung zu beginnen ist Magie. Paarpsychologin Esther Perel sagt, dass es aber ebenso magisch ist, Beziehungen zu beenden. What?

Anfang und Ende Beziehungen

Ihr kennt das bestimmt: Dieses unglaubliche Gefühl, wenn ihr jemand kennen lernt und es zwischen euch Klick macht. Das Gespräch zwischen euch fließt mühelos dahin, ihr habt dieselbe Art von Humor, könnt die Finger nicht voneinander lassen und jede Minute, die ihr miteinander verbringt, ist Magie. Wenn ihr euch nicht seht, dann wünscht ihr euch, ihr wärt zusammen und könnt es kaum erwarten, dass ihr euch wiederseht. Und dabei kennt ihr euch gerade mal ein paar Tage oder Wochen.

Und so wie es anfangs Klick gemacht hat, so ist es dann irgendwann einfach vorbei. Die Verbindung zwischen euch löst sich. Ihr habt weniger Kontakt, wenn ihr etwas vereinbart, ist es nicht mehr so bindend. Der Zauber ist weg. Eure Zeit ist abgelaufen.

Anfang und Ende

Was hier beschrieben wird, kennen viele von euch bestimmt auch aus ihrem Leben. Die bekannte Paarpsychologin Esther Perel findet, dass es wunderschön ist, neue Beziehungen zu beginnen und auch wieder zu beenden. Das Ende gehört dazu und hat oft nichts mit einem selbst zu tun. Manche Verbindungen sind nicht langfristig geeignet.

Sie erklärt: "Wir gehen mit exponentiell mehr Menschen eine Beziehung ein, als wir heiraten. Man kann also davon ausgehen, dass jeder ernsthaft verpartnerte Mensch da draußen ein paar halb angefangene Beziehungen, verlorene Lieben und gebrochene Herzen mit sich herumträgt. Das Ausprobieren neuer Beziehungen ist Teil des Lebens. Das Beenden von Beziehungen auch."

Für immer?

Sie erkennt bei ihrer Arbeit, dass sich immer mehr Menschen großen Druck beim Dating machen. Die Beziehung soll funktionieren, die Dates sollen zu etwas führen oder sie wollen sich, aus Angst verletzt oder enttäuscht zu werden, gar nicht mehr auf etwas einlassen. Die Paarpsychologin weist daraufhin, dass Liebe unmöglich ist, ohne sich bewusst zu sein, dass man diese auch verlieren kann. Das ist ihrer Meinung nach Teil des Spiels und der Magie.

Sie lädt dazu ein, sich darauf einzulassen und sich selbst den Druck zu nehmen, dass jede Beziehung für die Ewigkeit sein muss: "Das Schwierige an einer Beziehung ist, dass wir nicht wissen können, wie sie verlaufen wird. Wenn wir also eine langfristige romantische Beziehung eingehen wollen, müssen wir es immer wieder versuchen. Verschiedene Möglichkeiten machen das Leben reicher. Das trifft auch auf potenzielle Partner*innen zu. Vielleicht ist es hilfreich, zu wissen, dass Liebeskummer unvermeidlich ist, egal ob wir nur ein paar Monate zusammen sind oder für den Rest unseres Lebens. Der Unterschied besteht darin, ob wir uns trennen, um allein zu heilen, oder ob wir es gemeinsam tun."

Wo soll es hingehen?

Wenn ihr euch unsicher seid, ob ihr wieder mit dem Dating starten sollt oder was ihr von eurem Date erwartet, hat sie einige Fragen für euch, die ihr einerseits euch selbst fragen könnt. Andererseits bieten sie aber auch super Gesprächsstoff für das nächste Date.

  • Was gefällt dir am besten am Anfang einer Beziehung?
  • Wovor hast du am Anfang einer Beziehung Angst?
  • Welche Fragen würdest du mir gerne stellen, traust dich aber nicht?
  • Was hältst du von Monogamie?
  • Was hältst du von Polyamorie?
  • Was ist deine Vorstellung von einem perfekten romantischen Abend?
  • Was ist ein Aspekt der Sexualität, der sich für dich geheimnisvoll anfühlt?
  • Wo ist der seltsamste Ort, an dem du Sex hattest?
  • Welche nicht-sexuelle Sache fühlt sich für dich sexuell an?
  • Gibt es für dich Deal Breaker?
  • Was sind für dich Green Flags in Beziehungen?
 

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