Warum Frauen mehr Schlaf brauchen als Männer

Der Grund ist eigentlich nicht überraschend.

25 Prozent der Menschen haben in den westlichen Industriestaaten Schlafstörungen. Dabei ist gesunder Schlaf wichtig für Körper und Geist. Im Schlaf verarbeiten wir Erlebtes und verhelfen unserem Gehirn damit zu neuen Kräften.

Eine Studie sagt: Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt Jim Horne, Chef des Schlafforschungszentrums der Universität Loughborough im britischen Leicestershire. Je mehr man das Gehirn am Tag beanspruche, desto mehr müsse es sich auch erholen - und Frauen beanspruchen es mehr als Männer, so der Experte.

Frauen brauchen 20 Minuten mehr Schlaf


Frauen würden flexibel gleichzeitig mehrere Dinge erledigen, ihr Gehirn mehr beanspruchen als Männer und deshalb einfach mehr Schlaf benötigen. Das Gehirn von Frauen sei anders „gestrickt“ und komplexer, sagt Horne. Durchschnittlich würden Frauen damit 20 Minuten mehr Schlaf benötigen als Männer.

Auch die App "Sleepcycle" bestätigt die These des Professors. Daten von neun Millionen Usern aus 50 Ländern zeigen, dass Frauen ein größeres Schlafbedürfnis haben als Männer. In den USA schlafen Frauen etwas über 7 Stunden. Finninnen, Holländerinnen oder Neuseeländerinnen schlafen eine Stunde länger. Japanerinnen nehmen sich laut den App-Daten am wenigsten Zeit fürs Bett: im Schnitt lediglich 5 Stunden und 56 Minuten.

Das einzige Problem daran: der Schlaf von Frauen ist leider auch weniger tief und kann leichter gestört werden, so die American Academy of Sleep Medicine.

 

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