Warum einmal die Woche Haarewaschen prinzipiell genug ist

Die gute Nachricht vorweg: Tägliches Haarewaschen mit hochwertigen Shampoos schädigt unser Haar nicht. Trotzdem gilt hier eher das „less is more“ Prinzip.

Die Faktenlage

Grundsätzlich gilt: Die Talgproduktion hängt von Hauttyp und Alter einer Person ab und nimmt im Alter allgemein ab. Laut Kosmetik Transparent stimmt es also nicht, dass Haare schneller nachfetten, wenn man sietäglich wäscht, da das Nachfetten der Haare über die Talgdrüsen in der Haarwurzel gesteuert wird.

Wie oft Haare waschen?

Trotzdem ist häufiges Shampoonieren nicht ideal für unser Haar. Durch die tägliche Reibung wird unsere Haarstruktur beansprucht und die Haare brechen leichter. Das gilt vor allem für gefärbtes Haar, dessen Haarstruktur sowieso angegriffen und trockener ist. Der Talg aus den Talgdrüsen ist eigentlich eine Schutzschicht für unser Haar, die wir täglich wegwaschen und damit den PH Wert unserer Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen.

Das bestätigt auch Friseurin Kirsten Kunze (kirstenkunze.at): „Durch die im Shampoo enthaltenen Tenside wird die Kopfhaut ständig entfettet und die Haut wird immer trockener.“ Die Folge: Sie muss den PH-Wert der Haut wieder ins Gleichgewicht bringen. „Um ihren normalen PH-Wert wiederzuerlangen braucht unsere Kopfhaut 48 Stunden. In dieser Zeit arbeitet sie besonders aktiv und man hat schnell das Gefühl, die Haare werden wieder fettig.“, so Kunze. Viele Menschen haben das Gefühl, nicht richtig sauber zu sein, wenn sie nicht täglich Haarewaschen. Völlig unnötig, meint Kunze: "Sofern man nicht in der Großküche oder auf einer Baustelle arbeitet und Probleme mit Gerüchen und Staub hat, ist weniger oft Haarewaschen auf jeden Fall besser." Und an das weniger häufige Haarewaschen kann man sich auch  langsam herantasten. Einfach einmal ein Wochenende auf der Couch nutzen und die Haare in Ruhe lassen. Das spart Zeit und Geld und gönnt unserer Kopfhaut eine Pause.

Übrigens: Auch Sport ist dabei kein Hindernis. Die meisten von uns schwitzen beim Sporteln am Kopf nicht so stark, dass die Haare davon sofort fettig werden. Zeit für den Selbstversuch!

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