Warum du nach dem Haarewaschen immer noch fettige Haare hast

Schnell fettendes Haar ist oft keine Frage der Veranlagung, sondern ein Resultat von falscher Pflege. Was falsch läuft, wenn ihr unmittelbar nach der Wäsche mit öligen Haaren kämpft.

Es gibt diese Menschen, die waschen und stylen ihre Haare nur ein bis zwei Mal pro Woche und sehen immer hinreißend aus. Und dann gibt es die Menschen (und das sind weitaus mehr!), die täglich waschen und dennoch mit fettigen Haaren zu kämpfen haben. Kaum ist das Haar getrocknet und frisiert, beginnen die Ansätze wieder nachzufetten. Das ist gemein. Aber – und das ist die gute Nachricht! – das ist kein Schicksal, sondern mit aller Wahrscheinlichkeit, eine Frage der Pflege.

Die häufigsten Gründe für schnell fettendes Haar:

+ Cremige Shampoos & Conditioner: Schnell fettendes Haar wird durch schwere Pflegekonsistenzen zusätzlich beschwert und wirkt noch fettiger als sonst. Statt cremiger und milchiger Shampoos sollte man daher lieber auf klare Gelkonsistenzen setzen. Und ruhig öfter auf den Conditioner verzichten: Die Zusatzpflege genügt bei schnell fettenden Haaren alle drei bis vier Wäschen.

+ Bitte nicht ständig bürsten: Sanfte Bürstenstriche fühlen sich auf der Kopfhaut zwar angenehm an und durchbluten die Kopfhaut, sie beschleunigen das Fetten der Haare aber ungemein. Durch das Bürsten wird überschüssiges Hautfett nämlich auf der gesamten Kopfhaut und in den Ansätzen verteilt. Soll die Frisur noch bis zum Abend halten, lieber nur die Längen mit einem breitzackigen Kamm entwirren und die Ansätze aussparen.

+ Vorsicht vor Hitze: Warme Temperaturen stimulieren die Produktion von Hautfett. Wer unmittelbar nach dem Waschen zu fettigen Haaren neigt, hat möglicherweise mit zu hohen Wasser- und Föhntemperaturen gearbeitet. Milde oder sogar kühle Temperaturen sind deutlich besser.

+ Timing ist alles: Warum es so ist, weiß niemand genau, aber bei den meisten Menschen sind die Talkdrüsen nachts aktiver als am Tag. Das richtige Wasch-Timing für schnell fettendes Haar ist daher nach dem Aufstehen.

+ Bitte nicht berühren: Wer sich ständig mit den Fingern durch die Haare fährt, braucht sich über schnell fettende Ansätze nicht wundern. Der Effekt ist nämlich ähnlich wie beim Bürsten: Durch die Fingerbewegungen wird Talg von der Kopfhaut in den Haaren verteilt. Daher gilt: Don’t touch! Dann muss man sich auch nicht über ölige Ansätze ärgern.

+ Trockenshampoo: Trockenshampoo kann die Dauer zwischen den Haarwäschen verlängern. Es enthält Puderpartikel, die Talg aufsaugen. Einen ähnlichen Effekt haben auch Ansatzvolumenpuder. Die gibt es mittlerweile auch für dunkle Haare.

Löst sich das Problem trotz dieser Tipps nicht, lohnt sich ein Gespräch mit der Hautärztin. Denn auch Hormonschwankungen, oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann zu einer Überaktivität der Talgdrüsen führen. Bei genetisch oder hormonell bedingter Talgüberproduktion können spezielle Shampoos mit Selen oder Teer helfen, die ärztlich verschrieben werden.

 

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