Warum du beim Abendessen besser keine Serie schauen solltest

Sich abends mit dem Essen auf die Couch kuscheln und einfach nur Serien schauen ist eines der besten Gefühle der Welt. US-amerikanische WissenschafterInnen haben leider herausgefunden, dass es nicht besonders gesund für uns ist.

Warum du nicht vorm Fernseher essen solltest

So ein Tag ist ziemlich kurz. Weil man Job oder Studium, Sozialleben und Sport (oder sowas ähnliches) in 24 Stunden quetschen soll und sich daneben am besten noch gesund ernähren sollte und dazu noch einen Ausgleich in der beruhigenden Welt der Popkultur finden will - dann geht sich das halt an vielen Tagen nicht aus! Der kluge Mensch von heute verbindet also gern Mal zwei dieser vielen Anforderungen miteinander und sitzt zum Beispiel mit einer Schüssel Nudeln vorm Fernseher. Wir ahnen es aber schon: Für unsere Körper ist das nicht die beste Idee.

Wer beim Essen fernschaut, isst mehr

WissenschaftlerInnen haben in einer aktuellen US-amerikanischen Studie untersucht, wie sich das "Essen nebenbei" auf die Nahrungsaufnahme auswirkt. 55 StudienteilnehmerInnen protokollierten drei Tage lang, welche Lebensmittel sie verzehrten und welche Medien sie nutzten. Das Ergebnis: Menschen konsumieren bei gleichzeitiger Mediennutzung durchschnittlich 149 Kalorien mehr. Die Art des Mediums spielt dabei keine Rolle. Egal ob Serie oder Film, Radio, Podcast oder ganz allgemein "das Internet" - sobald sich die TeilnehmerInnen nicht nur auf ihre Mahlzeit konzentrierten, aßen sie mehr.

Bei den darauffolgenden Mahlzeiten kompensierten die StudienteilnehmerInnen den Kalorienüberschuss nicht. Die ForscherInnen vermuten, dass Essen während der Mediennutzung langfristig Übergewicht begünstigen können. Sie empfehlen, Mahlzeiten bewusster und aufmerksamer zu sich zu nehmen und alle Medien während des Essens außen vor zu lassen.

Sehr beliebt: Der Film beim Abendessen

Im Rahmen der Studie wurden Angaben zu 744 Mahlzeiten analysiert. Bei 17,9 Prozent nutzten die TeilnehmerInnen nebenbei Medien, am häufigsten bei den Hauptmahlzeiten Frühstück, Mittag- und Abendessen - wobei das Abendessen mit fast 40 Prozent der Nutzungen hier eindeutig die Nase vorne hat. Wir sind eben nicht die einzigen, die die abendliche Pizza mit einem Mini-Serienmarathon begleiten.

Am liebsten griffen die TeilnehmerInnen während des Essens auf audiovisuelle Medien zurück, fast 90 Prozent der Nutzungen entfielen auf Fernseher, Filme oder Online-Videos zurück. Die restlichen Nutzungen verteilen sich auf reine Audiomedien wie Radio, Podcasts oder Hörbücher (11,2 Prozent) oder das Internet (0,8 Prozent).

 

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