Warum du 2018 mit einem schwedischen "Death Clean" starten solltest

Beim Döstädning geht es auch nicht um bloßes Ausmisten mit morbiden Hintergrund - vielmehr soll ein neuer Zugang zu materiellen Dingen gefunden werden.

Döstädning heißt es auf schwedisch, was niedlich klingt. "Swedish Death Clean" lautet die englische Übersetzung, was wild und gefährlich klingt - das ändert auch das fast schon entschuldigende "The Gentle Art Of..." am Anfang des Buchtitels der Schwedin Margareta Magnusson nicht. In der deutschen Übersetzung trägt das Buch den sanften, wenn auch morbiden Titel "Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen". Gemeint ist immer das Gleiche: Eine Organisationstechnik, die helfen soll, unnützen Kram aus den eigenen vier Wänden und dem eigenen Leben zu entfernen.

Gedacht ist die Taktik für Menschen über 50. Sie können so anfangen, ihr Leben zu ordnen, bevor sie sterben. Das ist natürlich ein bisschen morbide und sehr pragmatisch, aber auch sinnvoll - wie jeder bestätigen wird, der schon mal den Haushalt eines verstorbenen Familienmitgliedes auflösen musste. Und ganz ehrlich: Weniger Kram tut uns wahrscheinlich allen gut - auch wenn der 50. Geburtstag noch in weiter Ferne liegt. Beim Dödstädning geht es auch nicht um Frühjahrsputz oder einfach Ausmisten. Es ist vielmehr ein neuer Zugang zu materiellen Dingen im Leben.

5 Tricks, wie du mit einem Swedish Death Clean dein Leben ordnest

1.) Miste deine Kleiderschrank aus

Kaufe nicht ständig Freunden oder Familienmitglieder neue Kleinigkeiten, weil sie dich zum Essen eingeladen haben, in eine neue Wohnung gezogen sind oder ein Baby geboren haben. Schau einfach, ob du etwas Schönes daheim findest, das du selbst nicht mehr brauchst oder zu schätzen weißt. Achtung: Benutze das nicht als Ausrede, um Schrott loszuwerden.

3.) Sortiere die Andenken aus

Der erste Liebesbrief deines aktuellen Partners, die Speisekarte von der Hochzeit deiner Cousine, unzählige Glückwunschkarten. Das alles mag dir was bedeuten, aber eine Praxis die "Swedish Death Cleaning" heißt, ist nunmal nichts für Sentimentale. Du musst nicht alles weghauen. Digitalisiere die alten Liebesbriefe oder schränke dich auf eine Box voller Erinnerungskram ein. Beim Aussortieren kannst du außerdem wunderbar in Erinnerungen schwelgen.

4.) Mach eine Party draus

Bevor du dein aussortiertes, aber noch brauchbares Zeug wegschmeißt, lad deine FreundInnen ein. Lass sie ein bisschen stöbern und mitnehmen, was ihnen gefällt. Den Rest kannst du einer gemeinnützigen Organisation spenden oder auf einem (digitalen) Flohmarkt verkaufen.

5.) Denk beim Einkaufen zweimal nach

Du mistest dein Leben nicht aus, um Platz für Neues zu schaffen. Die wahre Kunst besteht darin, nicht mehr zuviel zu kaufen. Natürlich musst du nicht völlig asketisch leben - aber frag dich bei Neukäufen einfach ehrlich, ob dir das neue Ding Freude und Nutzen stiftet.

"Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen" erscheint am 22. März 2018 auf Deutsch.

Bloggerin Viktoria Pfeiffer hat die #30TageDeclutterChallenge ausprobiert

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