Warum diese Palmers-Werbung derzeit heftige Kritik einstecken muss

Ein Ostergruß auf Facebook endete für das Traditionsunternehmen in einem PR-Debakel.

Als das österreichische Traditions-Wäschelabel Palmers am Ostersamstag seinen Ostergruß veröffentlichte, hatte wohl niemand damit gerechnet, dass man mit dem "Osterhöschen"-Sujet nicht nur auf Zustimmung stoßen würde.

Das Bild, das sechs Lingerie-Models am Boden eines verdreckten Raumes zeigt, kam bei vielen NutzerInnen im Internet weniger gut an als erhofft.

Was als Hommage an das ikonische Werbesujet von Fotograf Mark Glassner aus dem Jahr 1997 gedacht war, endete für Palmers in einer PR-Katastrophe.

Denn das Werbesujet (am Bild) erinnerte viele NutzerInnen weniger an das 20 Jahre alte Vintage-Foto, als an "Menschenhändler"-Optik und "Kindergeburtstag", so die vielfach geäußerte Kritik.

Kritik von Facebook-NutzerInnen und Prominenten

Unter dem Oster-Foto, das Palmers auf Facebook veröffentlichte, entstand kurz nach der Veröffentlichung eine hitzige Diskussion über das Foto. Während einige Nutzer die Kritik nicht verstehen konnten, äußerten viele ihren Unmut über die Bildsprache des Werbesujets.

Auch PULS4-Infochefin Corinna Milborn ärgerte sich auf Facebook (Posting nicht mehr verfügbar) über das Sujet. Es stelle sich die Frage, was Palmers mit diesem Bild vermitteln wolle, schrieb sie. Das Bild werbe eher mit einer Ästhetik, die an Menschenhandel erinnere, so Milborn weiter.

Falter-JournalistinNina Horaczek bemängelte das infantile Aussehen und die dünne Statur der Unterwäsche-Models:

Nikolaus Kern, Sohn von Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ), meldete sich ebenfalls via Twitter zu Wort sprach sich gegen das fragwürdige Sujet aus. Er fühle sich an einen "osteuropäischen Menschenhändler Ring" erinnert, so Kern.

Palmers: Man wird nie alle zufrieden stellen können

Palmers reagierte auf Facebook auf die Kritik der NutzerInnen und erklärte:

"Über Geschmack lässt sich bekanntlich vortrefflich streiten und das ist auch gut so: Wir nehmen jede Kritik und jede Anregungen (von Alter bis Setting) sehr ernst, vor allem nehmen wir uns auch zu Herzen. (...) Wir versuchen natürlich bestmöglich den Geschmack unserer Kundinnen mit den Sujets zu treffen; aber was wir nie schaffen, ist es alle zufrieden zu stellen".

Das Bild ist weiterhin auf Facebook online.

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