Warum die Klimabewegung mehr Diversität braucht

Die Klima-Katastrophe trifft vor allem indigene Völker und People of Color. Dennoch sind diese in der Klimabewegung stark unterrepräsentiert.

Drei Frauen

Klar, irgendwann bekommen wir alle die Folgen des Klimawandels zu spüren. Manche von uns allerdings wesentlich früher als andere. So sind beispielsweise indigene Völker unter den ersten, die von den Auswirkungen der Klimakatastrophe betroffen sind, wie die Vereinten Nationen berichten. Da es in der weltweiten Klimabewegung allerdings weitgehend an Diversity mangelt, bleiben jene Gruppen stark unterrepräsentiert.

Bestehende Probleme verstärkt

Aufgrund ihrer Abhängigkeit von der Umwelt und ihren Ressourcen sind indigene Völker als erste von den direkten Folgen des Klimawandels betroffen. Der Klimawandel verstärkt die Schwierigkeiten, mit denen indigene Gemeinschaften bereits konfrontiert sind, einschließlich politischer und wirtschaftlicher Marginalisierung, Verlust von Land und Ressourcen, Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierung und Arbeitslosigkeit.

Durch die steigende Hitze sind beispielsweise Bewohner*innen der afrikanischen Kalahari-Wüste nun auf die Unterstützung der Regierung angewiesen, um ihr Überleben zu sichern. Die immer höheren Temperaturen sorgen für einen Vegetationsverlust und machen traditionelle Rinder- und Ziegenhaltung unmöglich.

In den Höhenregionen des Himalaya führen Gletscherschmelzen zwar kurzfristig zu mehr Wasser, langfristig jedoch zu weniger Wasser, da Gletscher und Schneedecke schrumpfen. Hunderte Millionen Landbewohner*innen sind davon betroffen, da sie von der saisonalen Wasserführung abhängig sind.

People of Color von Klimakatastrophe besonders stark betroffen

BBCminute, der Kanal der BBC, der sich mit unterschiedlichsten Menschen und deren beeindruckenden Geschichten beschäftigt, stellte erst kürzlich auf seinem Instagram-Account Isra Hirsi, die 16-jährige Klima-Aktivistin und Vorsitzende der US Klimastreik-Bewegung, vor. Ihrer Meinung nach sollte die Klimabewegung nach Wegen suchen, um mehr People of Color einzubinden, da sie es sind, die die Folgen der Klimakatastrophe am meisten zu spüren bekommen.

Laut einer Studie der United States Environmental Protection Agency aus dem vergangenen Jahr, leben People of Color häufiger in stark verschmutzten Gebieten und atmen öfter verschmutzte Luft. Für Hirsi (übrigens die Tochter von Ilhan Omar, der ersten somalisch-amerikanischen Frau im US-Congress) ist klar: "Die Klimabewegung braucht mehr Menschen wie mich". Nach dem Beitrag über Isra Hirsi meldeten sich zahlreiche Klima-Aktivist*innen zu Wort, unter anderem:

 

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