Warum "The Bold Type" unser neues "Sex and the City" ist

Eine erfrischend-stylishe Mischung aus "Sex and the City" und "Girls" mit einer ordentlichen Portion Feminismus und Girl Power.

Mit dem "Bold Type" kommt nach Jahren der Abstinenz von guten und starken Frauenserien wie "Sex and the City" endlich eine würdige Serie-Nachfolgerin auf unsere Bildschirme, die echtes Kult-Potenzial birgt.

Darum geht es in "The Bold Type"

Die amerikanische Serie erzählt die Geschichte drei junger Frauen, die in einem Verlagshaus als Redakteurin, Social Media Managerin bzw. Mode-Assistentin Karriere machen. An der Spitze steht die Chefredakteurin des Magazins "Scarlett", Jacqueline Carlyle, die ganz im Gegensatz zu den Klischees aus "Der Teufel trägt Prada", eine taffe, aber unterstützende Chefin spielt und damit endlich mit dem Mythos der "Stutenbissigkeit" unter Frauen im Job durchbricht.

Auch sonst ist die Serie in vielerlei Hinsicht feministischer als ihr "Sex and the City"-Vorbild, mit Themen wie Sexualität und Rassismus wird viel offener umgegangen (Hauptdarstellerin Kat ist bisexuell und liebt eine lesbische Muslima) als man es von derartigen Serien-Produktionen gewohnt ist.

Die Story von "The Bold Type" (dt.: "der mutige Typ") ist von der ehemaligen Chefredakteurin der Cosmopolitan, Joanna Coles, inspiriert. Die MacherInnen haben daraus eine starke Serie gemacht und Coles Erzählungen mit einem feministischen "Millennial"-Stempel versehen (der zugegeben manchmal etwas platt daher kommt).

Unser Fazit

Trotz des aalglatten Aussehens der DarstellerInnen, die im Gegensatz zu Serien wie "Girls" etwas unauthentisch wirken, ist die Serie sehenswert und in vielerlei Hinsicht im Hinblick auf den Umgang mit Rassismus, Sexismus, Macht und Feminismus für zukünftige Produktionen wegweisend.

Derzeit gibt es eine Staffel (abrufbar auf Amazon Prime), die zweite ist bereits in Arbeit.

Aktuell