Warum bin ich müde?

Nicht immer ist Müdigkeit ein Zeichen für Erschöpfung, etwa weil man schlecht geschlafen hat oder längerer Zeit großem Stress ausgesetzt war. Manchmal steckt auch eine schwerwiegendere Krankheit dahinter. Was dagegen hilft und wann Sie zum Arzt gehen sollten, erfahren Sie hier.

Jeder ist ab und zu müde, das ist völlig normal. Vor allem in der Winterzeit kann auch eine saisonal bedingte Depression dahinter strecken. Bevor Sie sich Sorgen machen, sollten Sie versuchen mit folgenden Maßnahmen eine Besserung zu erreichen:

  • Weniger/ mehr zu schlafen: Zwischen sechs und acht Stunden pro Nacht sind normal. Wie viel Schlaf benötig wird, schwankt von Person zu Person. Vorsicht: auch zu viel Schlaf kann müde machen.
  • Viel Wasser trinken: Flüssigkeitsmangel verursacht Kopfweh und macht schlapp.
  • Häufig ins Freie gehen, vor allem bei Sonnenschein: Die frische Luft macht müde Geister wieder munter und die Sonne regt die Produktion von Vitamin D an und bringt gute Stimmung ins Leben.
  • Viel bewegen: Durch Bewegung werden Glückshormone aktiviert.
  • Auf die Ernährung achten: Speisen mit zu viel Fett und Zucker machen müde. Besser ist eine vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Eiweiß sowie Vollkornprodukten.
  • Stress reduzieren: Wer permanent Stress ausgesetzt ist, schlaft auch schlechter. Entspannungsübungen und Sport helfen beim Abschalten.

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  • Räume gut durchlüften nicht vergessen.

Wenn die Müdigkeit dennoch andauert und überhaupt keine Energie mehr aufgebracht werden kann, dann ist Vorsicht angesagt. Denn so etwas wie chronische Müdigkeit gibt es nicht. Ein Besuch beim Arzt verschafft Klarheit.

Welche Krankheiten dahinter stecken könnten, erfahren Sie auf Seite 2.

Winterdepression

Durch die fehlende Sonne im Winter kann der Körper schon einmal ermüden. Die gute Nachricht bei saisonalen Depressionen ist, dass diese spätestens im Frühjahr wieder vergehen. Einfach diese Tipps befolgen oder den Arzt aufsuchen.


Depressionen/ Burnout

Depressionen sind mit völliger Energielosigkeit verbunden. Nichts macht mehr Spaß, man kann sich zu nichts aufraffen und der Alltag wird zu einer einzigen Belastung. Ein Arzt verschreibt Tabletten oder Gesprächstherapien, dann bessern sich die Beschwerden innerhalb einiger Wochen. Auch bei Burnout kommt es zu Müdigkeit.

Diabetes

Ständige Schlappheit, Durst oder etwa Kopfschmerzen sind Anzeichen von Diabetes. Ein Test beim Arzt entscheidet, ob Insulin per Tabletten oder Spritzen verabreicht werden muss oder ob eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung ausreichen.

Eisenmangel

Eine Anämie kann ebenfalls große Müdigkeit auslösen. Denn in diesem Fall wird zu wenig Sauerstoff in den Körper geleitet. Ob eine andere Erkrankung wie Zöliakie (Unverträglichkeit von Gluten), unausgeglichene Ernährung mit zu wenige Eisen oder Folsäure oder andere Ursachen dahinter stecken, kann nur ein Arzt herausfinden.

Krebs

Müdigkeit kann auch eine Begleiterscheinung von Krebs sein.

Infekt

Auch ein grippaler Infekt kann einen für einige Tage flach legen. In diesem Fall ist einige Tage Schonung angesagt.

 

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