Warum Ärzte Babys nach der Geburt neuerdings in Schachteln stecken

Es sieht kurios aus - hat aber einen ernsten Hintergrund. Babyboxen erleben derzeit einen wahren Hype unter jungen Eltern.

Immer mehr Krankenhäuser in den USA bieten seit kurzer Zeit kostenlose Babyboxen für Neugeborene an. Was hart klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Die Boxen sollen die Rate der Säuglingstode (Sudden Infant Death Syndrome) in den Staaten drastisch senken. Denn vielen Eltern ist die Notwendigkeit eines eigenen Kinderbettes immer noch nicht bewusst. Dieses kann allerdings, so ergaben Studien, die Rate der Säuglingstode durch SIDS drastisch senken.

Das kleine Kartonbettchen soll Eltern helfen, die Notwendigkeit eines eigenen Bettes für das Baby zu erkennen und kann für den Anfang auch als Übergangslösung verwendet werden, bis ein eigenes Bettchen gefunden ist.

Die Babybox ist mit einer speziellen Schaumstoff-Unterlage gepolstert und wird nun in Ohio, New Jersey und Alabama kostenlos für Eltern in lokalen Zentren zur Abholung angeboten.

Neben der Box erhalten die Eltern außerdem gratis Windeln, Feuchttücher, Strampler und Still-Utensilien in den Zentren abholen.

Die Initiatorinnen der Idee berichten, dass viele Eltern auch heutzutage wenig wissen über SIDS haben und über die Vorteile eines eigenen Kinderbetts nicht Bescheid wissen. Oft spielen auch fehlende finanzielle Mittel eine Rolle in der Entscheidung gegen das Kinderbett.

SIDS zählt zu den häufigsten Todesursachen von Säuglingen in den USA .

Während in Finnland die Rate durch die Verteilung solcher Boxen seit 1936 bereits stark reduziert werden konnte, sterben in den USA jährlich 3500 Kinder an den Folgen von SIDS.

Laut der österreichischen Informationsseite sids.at sind in Österreich jährlich 40 Kinder vom plötzlichen Säuglingstod betroffen. Weitere Informationen auf sids.at.

 

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