Wartet dein*e Partner*in auf Anweisungen im Haushalt?

Jeder vierte Mann braucht konkrete Anweisungen, was er wie im Haushalt erledigen muss. Wie belastet das die Beziehung?

Wartet dein*e Partner*in auf deine Anweisungen im Haushalt?

Mental Load: Ein Begriff, der besonders in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Doch worum geht es dabei genau? Es geht darum, die Geburtstage der Schwiegermütter im Kopf zu haben und zu wissen, dass noch ein Geschenk besorgt werden muss. Es heißt auch, zu wissen wie viele Müllsäcke da sind und wann neue gekauft werden müssen. Wie ist der Status der Wäsche? Wann haben die Kinder Sportunterricht und brauchen ihren Turnbeutel? Muss eingekauft werden? Was muss eingekauft werden? You get the drill.

Unterschiedliche Wahrnehmung

Während natürlich viele Männer in heterosexuellen Beziehungen ihren Teil im Haushalt übernehmen, bleibt in vielen Fällen der Mental Load, also die Einteilung und die Liste im Kopf bei der Frau hängen. Das ergibt eine Umfrage von ElitePartner. Dafür wurden mehr als 4.000 Liierte darüber befragt, wie zufrieden sie mit der Alltagsorganisation in ihrer Beziehung sind. Spannend daran ist, dass die Männer mit 79 % die Zufriedenheit höher einstufen als Frauen (72 %).

Überforderung

Das führt dazu, dass es 35 % der Frauen manchmal einfach zu viel wird. Viele Frauen haben das Gefühl, ihr Partner merkt gar nicht, wie viel sie im Alltag machen (36 %) und sind oft genervt, weil sie finden, dass ihr Partner sich zu wenig kümmert (29 %).

Konkrete Aufgaben

Dabei geht es nicht nur um die Aufgaben selbst, sondern auch um die Organisation und Koordination der Aufgaben. Hier sind wir wieder beim Stichwort Mental Load. Männer schieben diese Koordination und Organisation gerne von sich weg. 26 % der befragten Männer geben an, von ihren Partnerinnen ganz konkrete Aufgaben zu benötigen, was erledigt werden muss.

Unzufriedenheit

Es ist wahrscheinlich kein großes Geheimnis, dass die Beziehungszufriedenheit und die Aufgabenaufteilung zusammenhängen. Gerade bei Befragten, die in ihrer Beziehung derzeit unzufrieden sind, ist auch der Missmut mit Blick auf die Alltagsarbeit sehr hoch. So fühlen sich 53 Prozent der unzufriedenen Frauen von ihren Aufgaben manchmal überfordert, aber nur 32 Prozent der zufriedenen. Dieser Unterschied zeigt sich bei Männern kaum (26 bzw. 22 Prozent).

Corona hat dieses Problem sogar noch verschlimmert. So geben 15 % der Frauen an, dass durch die Pandemie noch mehr Aufgaben bei ihnen hängen geblieben sind. Allerdings brachte die Krise nicht nur negatives. Mehr als jede*r Dritte hatte mehr Zeit für die Familie bzw. Partnerschaft.

 

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