Wandern am Berg

Viele Wanderrouten enthalten Klettersteige, also Wege die mit Leitern, Stufen oder etwa Seilen gesichert sind. Nicht alle davon sind für Anfänger sowie Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. Gefragt sind die richtige Ausrüstung, Kondition und Schwindelfreiheit. Unser Guide leitet Sie sicher durch die Bergwelt.

Zwischendurch auch einmal über eine Leiter oder einige Stufen zu klettern bedeutet Spaß für Groß und Klein. Schmale Grade, die nur durch Seile gesichert sind, verlangen hingegen nach der richtigen Ausrüstung. Daher ist beim Wandern gute Vorbereitung gefragt. Ein Blick auf die Karte zeigt, ob ein Klettersteig auf der Route liegt und welchen Schwierigkeitsgrad dieser hat. Häufig sind diese durch Leitern gekennzeichnet.

Ausrüstung

Ab dem österreichischem Schwierigkeitsgrad B empfiehlt sich auf alle Fälle die Mitnahme von Klettergurt, Helm und Klettersteigset. Letzteres enthält einen speziellen Gurt mit Seilbremse und mehreren Karabinern, so dass man sich in ein Drahtseil einhängen kann und bei einem Sturz bremsen kann. Handschuhe, schlechtwettertaugliche Kleidung, Essen, Trinken und bei schweren Strecken auch Kletterschuhe sollten ebenfalls mit im Gepäck sein.

Routen ab Schwierigkeitsgrad D sind für Anfänger und Kinder nicht mehr geeignet.

Vorsicht: Bei Gewitter heißt es Klettersteige meiden und eine Schutzhütte aufsuchen. Die Eisensicherungen wirken nämlich wie Blitzableiter. Auch bei Temperaturstürzen gilt es Schutz suchen. In diesem Fall könnten die Eisenseile vereisen.

Schwierigkeitsstufen

In Österreich werden die unterschiedlichen Klettersteige in fünf Stufen von A „leicht" bis E „extrem schwer“ unterteilt. Die verschiedenen Anforderungen hier kurz für Sie zusammengefasst.

  • A: Leicht. Einfache, gesicherte Wege im Gelände. Hindernisse, die mit Drahtseilen, Ketten, Eisenklammern und kurze Leitern leicht zu überwinden sind, finden sich auf der Strecke. Eine Klettersteigausrüstung ist zu empfehlen. Etwas Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit wäre gut.

  • B: Mäßig schwierig. Das Gelände ist bereits etwas steiler. Man trifft auf Drahtseile, Ketten, Eisenklammern, Trittstifte und längere Leitern. Ab dieser Schwierigkeitsstufe ist eine Sicherheitsausrüstung notwendig, vor allem wenn man nicht so viel Erfahrung mitbringt. Neben Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist etwas Kraft beim Überwinden der Hindernisse von Vorteil.

  • C: Schwierig. Das Gelände ist bereits sehr steil. Drahtseile, Eisenklampfen, Trittstifte, längere Leitern, Klammern und Stifte treten auf. Manchmal geht die Route mithilfe eines Drahtseils senkrecht nach oben. Gute Kondition ist hier gefragt, die Aufstiege sind sehr kräftezerrend. Ansonsten sind die Anforderungen und die Ausrüstung wie bei B.

  • D:Sehr schwierig. Es geht senkrecht nach oben, viele Stellen sind sogar überhängend. Drahtseil, Eisenklammern und Trittstifte stehen zur Hilfe. Manchmal ist es aber auch nur ein Seil. Hier sind gute Kondition, Kraft und Erfahrung gefragt. Derartige Aufstiege sind für Kinder und Anfänger nicht mehr geeignet! Gute Ausrüstung ist sehr wichtig. Der Aufstieg in Seilschaften ist zu empfehlen.

  • E: Extrem schwierig. Das Gelände ist senkrecht und überhängend. Viele Stellen sind nur noch durch Klettern zu überwinden und da ist viel Kraft in den Armen vonnöten. Gute Ausrüstung ist sehr wichtig. Der Aufstieg in Seilschaften ist zu empfehlen. Kleine Kinder und Anfänger sollten diese Routen ganz meiden.

Sollte eine Tour im Ausland geplant sein, finden Sie hier eine Übersicht der im europäischen Ausland gängigsten Unterteilungen.

Die besten Klettersteigrouten finden Sie hier:

 

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