Wahl: Angelika Mlinar

Kreuzstich ist out, Kreuzchen machen in: Im Herbst wählen die Steiermark und Wien neue Landesregierungen – und wir Frauen können viel bewegen. Welche Politikerinnen sich zur Wahl stellen, sagen wir Ihnen hier.

Angelika Mlinar, Spitzenkandidatin des LiF Wien für die Landtagswahl 2010.


Zur Person
Ist Juristin und Völkerrechtlerin, hat in Österreich und den USA studiert und zum Thema „Frauenrechte als Menschenrechte" promoviert. Wirklich politisch aktiv und tätig ist sie, seit Juni 2009 zur Bundessprecherin den Liberalen Forums gewählt wurde. Liest gerne, vor allem Krimis, mag Reisen, Kochen und Backen.

Ich bin ...
... neugierig, wissenshungrig und stolz auf die Dinge, die ich bis jetzt in meinem Leben erreicht habe.
Ich will ...
... Fragen aufwerfen, hinterfragen, herausfordern, thematisieren, etwas bewegen und verändern! Und das alles, weil ich denke, dass es in Österreich schon längst an der Zeit ist.
Der Moment, als ich sagte: „Jetzt geh ich in die Politik" ...
... nachdem ich erfahren habe, dass Kinder in Österreich von uniformierten Polizisten aus Schulklassen abgeholt werden und in die Schubhaft zur Abschiebung gebracht werden.
Eine meiner konkreten Forderungen:
Wir haben in Österreich eine einzige Ressource und das ist menschliches Kapital. Darum ist es unbedingt notwendig die Bevölkerung so gut wie möglich auszubilden. Bildung ist der Grundstein für alles im Leben, darum ist das LIF die Bildungspartei und setzt sich für eine Politik ein, die unsere Menschen fit macht um im globalen Wettkampf mithalten zu können.
Darauf können Frauen bei mir setzen:
Ich stehe für eine Politik, die die realen Bedürfnisse der Frauen berücksichtigt und ein gerechteres Umfeld für die weibliche Hälfte der Bevölkerung schafft. Frauen sollen endlich für gleiche Arbeit gleich entlohnt werden und die Politik soll die Rahmenbedingung dafür schaffen, dass auch für Frauen Karriere und Familie vereinbar werden.

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Das zipft mich an der Politik an:
Politiker stehen als Repräsentanten der Bevölkerung an der Spitze des Staates und sollten als solche agieren und fungieren. Ich wünsche mir mehr Mut, Visionen und Verantwortung von unseren politischen Machthabern.
Was mir besonders am Herzen liegt:
Es ist wichtig für mich, sich stark zu machen für Ideen und Visionen die richtig sind, unabhängig davon, ob diese Ideen momentan „in" sind oder nicht.
Haben Sie einen speziellen weiblichen Zugang zur Politik?
Ich bin eine Frau und das sehr gerne. Ich habe einen sehr direkten oder auch frontalen Zugang zur Welt im Allgemeinen, auch zur Politik. Ob das speziell weiblich ist, weiß ich nicht, es ist aber eher ungewöhnlich.
Spielen Sie das Spiel der Männer in der Politik mit?
Ich war ein Jahr lang politische Generalsekretärin des Rates der Kärntner Slowenen und war in Kärnten stark mit sehr männlicher Politik konfrontiert. Ich war in Opposition zu dieser Art von Politik und habe damit sehr irritiert.
Meine Stärken:
Ich habe einen sehr klaren Blick für Ziele und verfolge diese sehr konsequent.
Meine Schwächen:
Wenn mich etwas ärgert oder trifft reagiere ich sehr stark und emotional.
Mein Motto:
Das Leben ist zu kurz um sich seine Wünsche nicht zu erfüllen.


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