Vulvodynie

Von Problemen im Intimbereich ist wohl jede Frau mindestens einmal in ihrem Leben betroffen. Meist kann der Frauenarzt helfen, doch was, wenn der V-Bereich (Vulva und Vagina) schmerzt, und diese Schmerzen nicht mehr aufhören?

Definition: Von Vulvodynie spricht man dann, wenn eine Frau Schmerzen im Bereich der Vulva hat, für die aber keine gynäkologischen Ursachen gefunden werden können.

In den USA gibt es bereits starke Patientenorganisationen, die für die Bekanntheit und Erforschung des Krankheitsbildes sorgen, doch in Europa ist und bleibt es bisher unerforschtes Terrain.

  • Primäre Vulvodynie: Schmerzen beim oder nach dem ersten Geschlechtsverkehr
  • Sekundäre Vulvodynie: Schmerzen, die erst später auftreten, meist aber in Zusammenhang mit Geschlechtsverkehr

Die Gründe für die Schmerzen im Vulva- und Vaginabereich können vielseitig sein und an verschiedenen Stellen auftreten:

  • beim Einführen des Tampons
  • beim Einführen des Penis in die Scheide
  • bei der frauenärztlichen Untersuchung
  • Schmerzen im Scheiden- und Vulvabereich, Enddarm, After, Harnröhre

Fehldiagnosen

Häufig ist ein zeitlicher Zusammenhang mit Pilzinfektionen im V-Bereich gegeben. Doch in manchen Fällen, bleibt eine Diagnose aus. Fest steht jedoch, dass es sich beim Vulvodynie um keine psychische Erkrankung handelt!

Vielmehr handelt es sich hierbei um eine Schmerzkrankheit, welcher körperliche Ursachen zugrunde liegen!

Behandlung

Vulvodynie muss im Ausschlussverfahren diagnostiziert werden. Das bedeutet, dass Spezialisten wie Gynäkologen, Venerologen, Neurologen, Orthopäden und Hautärzte aufgesucht werden müssen, um gegebenenfalls Erkrankungen auf diesen Gebieten erkennen oder ausschließen zu können.

Wenngleich es häufig nicht möglich ist, eine spezielle Ursache zu finden, so gibt es bereits einige Therapiemöglichkeiten: Medikamente und Cremen, Beckenbodentraining, neurologische Verfahren und operative Eingriffe.

 

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