Vorsicht gefährlich

Giftiges Spielzeug, gesundheitsschädigende Kleidung, schädliche Tätowiertinte und defekte Geräte: Die EU-Kommission warnt im wöchentlichen Rapex-Report vor gefährlichen Produkten. Im Vorjahr waren es 2364 Meldungen. Zwei Drittel davon stammen aus China.

In den wöchentlichen Rapex-Reports (Rapid Alert System for non-food dangerous products) können die Mitgliedstaaten der EU sich gegenseitig darüber informieren, wenn Produkte gefunden wurden, die in irgendeiner Weise gefährlich sind. Auf die Art können die einzelnen Länder diese schnell vom Markt nehmen, Rückrufaktionen starten oder Warnhinweise anbringen.

Rapex-Reports.

Die Zahl dieser Warnungen ist im Steigen. 2013 waren 2364 Produkte betroffen. Das sind um 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Zwei Drittel der Produkte stammen aus China. Vor allem Spielzeug und Kleidung wurden von dort importiert. 15 Prozent der betroffenen Artikel wurden in EU- und EWG-Ländern produziert.

Aus Spanien kamen mit 458 die meisten Meldungen, danach folgen Ungarn mit 377 und Deutschland mit 361 Meldungen. Im Nachbarland Deutschland waren 59 Autos, 58 Kleidungsstücke und 40 Spielwaren betroffen. Positiv fallen Kosmetikprodukte auf. Die Zahl der Meldungen in diesem Bereich ist von 2012 auf 2013 um ein Drittel auf noch 15 Meldungen gesunken.

Bemängelt wurden im Rapex-Report u.a. Kleidungsstücke mit enthaltenen Giftstoffen, instabile Babybadewannen, defekte Kinderwagenbremsen, wackelige Leitern, giftige Spielsachen, Allergie auslösende Lederartikel oder zu gesundheitsschädigende Tätowiertinte.

Über heimische Produktwarnungen und Rückrufaktionen informiert auch die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages).

 

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