VKI-Test: Finger weg von recycelten Küchenrollen

Recycling-Küchenrollen fielen gleich in mehreren Kategorien negativ auf.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) zieht nach seinem Test von 15 Küchenrollen eine ernüchternde Bilanz. Nur ein Produkt wurde in der Untersuchung mit "Sehr Gut" bewertet, gleich mehrere dagegen mit „Weniger zufriedenstellend“ und „Nicht zufriedenstellend“. Einige der getesteten Rollen waren zudem mit Weißmachern oder Keimen belastet.

Teuer ist nicht gleich gut

Einen Überblick für den Konsumenten/ die Konsumentin zu bekommen ist gar nicht so leicht. Die Verpackungsgrößen sind unterschiedlich, oft ist es schwer auf den ersten Blick festzustellen, welche die beste oder günstigste Küchenrolle ist. Hinzu kommt, dass der Preis - wie so oft- wenig über Qualität aussagt, wie der VKI kritisiert: ausgerechnet die zwei teuersten Produkte wurden im Test am schlechtesten bewertet.

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Am besten schnitt hingegen ein günstigeres Modell ab. Das Modell "Original" von "Plenty" überzeugte mit seiner Saugfähigkeit und Reißfestigkeit die Tester. Preislich lag das Produkt ebenfalls im Mittelfeld (15 Cent pro Quadratmeter, die Preise rangieren zwischen elf Cent und 35 Cent pro Quadratmeter).

Recyceltes Papier schneidet mehrfach schlecht ab

Als besorgniserregend empfindet der VKI die hohe Menge an Weißmachern, die man gerade in recyceltem Küchenrollenpapier gefunden hat. Die Produkte von Danke, Dm, Lidl, Mach mit und Penny wurden deswegen mit der Note „Weniger zufriedenstellend“ versehen - fluoreszierende Chemikalien könnten sich vom Papier lösen, gesundheitliche Folgen sind daher nicht auszuschließen. Unklar ist, ob die Weißmacher während des Produktionsprozesses beigemengt wurden oder von dem Altpapier kommen, aus dem die Recycling-Küchenrollen bestehen.

Auch in Sachen Keimbelastung schnitten erneut die Recycling-Produkte schlecht ab. Vier der fünf Rollen aus Altpapier hätten eine sehr hohe Keimbelastung aufgewiesen, der VKI rät daher von dem Kauf dieser Küchenrollen ab. Schließlich könnten sich die Keime auf Lebensmittel übertragen, wenn man sie z.B. damit abtupft. „Nach diesem Testergebnis empfehlen wir, bei Küchenrollen auf Recyclingpodukte zu verzichten“, erklärt Christian Undeutsch, Projektleiter beim VKI gegenüberorf.at.

 

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