Vitamine erhalten

Kochen, Backen, Garen, Grillen oder doch lieber roh? Und lieber frisch oder aus dem Tiefkühlfach? Bei welcher Art von Zubereitung gehen die wenigsten Vitamine verloren? Wir gehen der Frage auf den Grund.

Welche Zubereitung hat, wenn es um den Erhalt von Vitaminen und Mineralstoffen geht, die Nase vorne? Und gibt es überhaupt einen eindeutigen Sieger? Um diese Frage zu beantworten, nehmen wir einige einzelne Lebensmittel genauer unter die Lupe:

Tomaten

Während rohe Paradeiser etwa 3,9 mg vom Radikalfänger Lycopin auf 100 Gramm enthalten, besitzen Dosentomaten sogar 10 mg in der selben Menge. Der Clou: Diese werden besonders reifer geerntet und das Lycopin sitzt in der roten Farbe.

Spinat

Spinat sollte man direkt vom Feld innerhalb eines Tages verarbeiten oder gleich tiefgekühlt kaufen, da sonst der Vitaminverlust zu groß ist. Bei der Zubereitung sollte auch besser schonend vorgegangen werden. Fünf Minuten Dünsten reicht völlig aus, langes Kochen zerstört zwei Drittel des Vitamin C.

Karotten

Karotten verlieren in Dosen bis zu 95 Prozent vom enthaltenen Vitamin C. Dafür zeigen Studien, dass Vitamin C sich in gefrorenen Produkten ganz gut hält. Diese weisen mehr Vitamin C auf, als wenn die Produkte lange Lagerzeiten überstehen müssen.

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Zucchini und Brokkoli

Fettlösliche Vitamine wie A, D, E und K werden besser zugänglich, wenn sie gekocht werden. Deshalb empfiehlt sich bei Zucchini und Brokkoli Kochen statt Dampfgaren, Braten oder roh essen. Das gleiche gilt auch für das in Karotten enthaltene Betacarotin, eine Vorstufe des Vitamin A. Beim Kochen wird die starke Zellhülle gebrochen und der Körper kann es besonders gut aufnehmen.

Himbeeren

Früchte mit dünnen Zellwänden zahlen beim Einfrieren drauf. Um den Schaden so gering wie möglich zu halten, werden diese schockgefroren. Somit sind sie nicht matschig beim Auftauen.

Fazit

Auch in der Küche gibt es kein generelles Gut oder Schlecht in der Zu- und Aufbereitung. Was für eine Obst- oder Gemüsesorte gilt, gilt noch lange nicht für eine andere. Somit gibt es auch keinen eindeutigen Sieger in punkto Zubereitung. Wer größtmöglich profitieren möchte, der wechselt einfach zwischen Kochen, Garen, Braten, Grillen und roh essen sowie zwischen frischen und tiefgekühlten Produkten. Drei Regeln gibt es allerdings bei der Zubereitung zu beachten: Gemüse und Obst nicht allzu klein schneiden, beim Kochen nur wenig Wasser dazu geben und die Produkte frühest möglich essen und nicht lange warm halten. So hält sich der Vitaminverlust in Grenzen. Mahlzeit!

 

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