Verliebt man sich schneller in Menschen, die einen an die eigenen Eltern erinnert?

Wie lange dauert es, bis man sich verliebt? Und was sind Gründe, wieso man schneller Liebe empfindet?

Verliebt man sich schneller in Menschen, die einen an die eigenen Eltern erinnert?

Ihr kennt bestimmt die Geschichten (oder habt sie selbst erlebt) in denen Menschen davon erzählen, dass sie bereits nach dem ersten Date wussten, dass diese Person die Richtige ist. Momente, wo ihr am Heimweg von einem Date wart, und weiche Knie hattet, weil ihr vielleicht gerade den*die Richtige*n getroffen habt. Dieser "ich habe gerade die Liebe meines Lebens getroffen"-Moment und ihr würdet das dieser Person am Liebsten auch sofort sagen. Aber drücken wir hier kurz mal auf die Pause. Wie lange dauert es laut der Wissenschaft wirklich, sich zu verlieben? Und was können Gründe sein, wieso wir schon nach so kurzer Zeit so empfinden?

Prinzipiell verliebt sich natürlich jede*r anders. Aber wir versuchen trotzdem die wichtigen Fragen zu beantworten wie: Ist es wirklich Liebe oder vielleicht einfach sexuelle Anziehung oder ein Schwarm? Und wie definiert man Liebe eigentlich? "Sich zu verlieben ist unter anderem ein Prozess des Verstehens und der Liebe zu einem ganzen Menschen mit seinen Werten, Philosophien, seiner Geschichte, seinen Herausforderungen und Eigenheiten", erklärt Jenni Skyler, PhD, Direktorin des Intimacy Institute gegenüber Cosmopolitan.

Männer verlieben sich schneller

Aber wie sieht es jetzt aus? Wann empfinden Männer und Frauen nun diese Gefühle? Menschen studieren und erforschen Liebe schon seit es die Forschung gibt. Laut einer 2011 im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlichten Studie denken Männer bereits nach 97 Tagen in einer Beziehung über ein Liebesgeständnis nach, während es bei Frauen etwa 149 Tage dauern kann. In Beziehungen zwischen zwei Menschen, die sich als Frauen identifizieren, wurden Liebeserklärungen zwischen den Partner*innen etwa sechs Monate nach Beginn der Beziehung ausgetauscht, so eine 2008 im Journal of Gay & Lesbian Social Services veröffentlichte Studie.

Und während es sich hier natürlich um durchschnittliche Zahlen handelt, ist doch klar, dass Liebesbekundungen weit nach dem ersten Date passieren. Trotzdem gibt es selbstverständlich Menschen, die sich schneller verlieben als andere. Was könnten die Gründe dafür sein, dass jemand schneller bereit ist, seine Liebe zu beteuern? Dafür könnte es drei mögliche Gründe geben:

Der Bindungsstil

Menschen mit einem ängstlichen Bindungsstil haben vielleicht das Gefühl, dass sie eine*n Partner*in "brauchen", um sich sicher zu fühlen, weshalb sie offener dafür sind, sich zu verlieben und eine Beziehung einzugehen als andere. Menschen mit einem vermeidenden Bindungsstil neigen dazu, diese Gefühle zu vermeiden. Sie haben eine Blockade, eine Mauer aufgebaut. Sie können sich trotzdem verlieben, nur nicht sofort oder so schnell.

Hattet ihr Sex?

Ja, sich zu verlieben kann auch davon abhängen, ob du bereits Sex mit dieser Person hattest oder nicht. Auch wenn du mit Gelegenheitssex kein Problem hast, kann die Einbeziehung von Geschlechtsverkehr dazu führen, dass du schneller Gefühle für jemanden entwickelst, da er eine weitere Ebene der Intimität in die Gleichung einbringt, die dich näher an das große "L" bringen kann. Aber auch hier gilt: Jeder Mensch ist anders. Hier erklären wir, was bei Sex im Körper passiert.

Die Person erinnert dich an deine Eltern

Normalerweise verlieben wir uns schnell, wenn uns jemand unbewusst an unsere Eltern erinnert. Klingt komisch, ist aber so. Und warum? Diese Person kann einem vertraut und sicher erscheinen, so dass man sich ihr näher fühlt, als es eigentlich der Fall ist, was wiederum dazu führt, dass man sich schneller verliebt. (Irgendwie seltsam, aber es macht Sinn.)

 

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