Verhütung wird teurer

Mit April werden Hormon- und Kupferspirale sowie Implantat um 20 Prozent mehr kosten. Diese Verhütungsmittel sind seit Jahresanfang umsatzsteuerpflichtig, bisher haben die Ärzte die Teuerung allerdings selbst getragen. Sollte das Finanzministerium nicht bis Ende des Quartals einlenken, werden die Kosten an die Frauen weitergegeben.

Wie die Tageszeitung der Standard in der Ausgabe vom 20. Februar 2015 berichtet, werden die Kosten für jene Verhütungsmittel, die vom Arzt eingesetzt werden, ab April für die Kunden um 20 Prozent steigen. Betroffen sind Hormon- und Kupferspirale sowie das Implantat. Seit Anfang des Jahres sind diese umsatzsteuerpflichtig und mit dem zweiten Quartal werden die Ärzte die Kosten weitergeben. Konkret bedeutet das, dass bei einer Hormonspirale, die fünf Jahre wirkt, künftig 600 statt bisher 500 Euro zu bezahlen sind.

14 Prozent der Frauen greifen zu diesen drei Verhütungsmitteln. Die Umsatzsteuer entfällt nur in Ausnahmefällen, nämlich dann, wenn dieses Verhütungsmittel ein therapeutisches Ziel (wie z.B. wenn die Gefahr einer Risikoschwangerschaft vorliegt) hat. Bei den anderen Verhüterlis wie Pille, Kondom oder etwa Hormonpflaster ändern sich nichts.

 

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