Veganista Ice Cream

Im Mai 2013 war es soweit: Wiens erstes veganes Eisgeschäft öffnete seine Türen. Hinter "Veganista" steckt niemand Geringerer als Cecilia Blochberger, die bereits die Marke "Lush" nach Österreich gebracht hat. Gemeinsam mit ihrer Schwester konzentriert sie sich nun auf den eiskalten Genuss.

Von Lush zu Veganista - wie kam der Schwenk von der Kosmetikbranche zum Eisgeschäft?

Ich bin sehr stolz darauf, die Person zu sein, die die Weltmarke LUSH nach Österreich gebracht hat. Trotzdem, vielleicht weil ich Burgenländerin bin, und in einer kleinen Gemeinde aufgewachsen bin, war ich immer Fan von regionalen Produkten. Eines der Dinge, die ich am meisten vermisst habe als veganer war gutes veganes Eis. Eis war schon immer eine Leidenschaft von meiner Schwester und mir. Als sie die Ice Cream University in den USA abschloss, wurde mir klar, dass wir etwas daraus machen müssen. So wurde die Idee einer veganen Eisdiele geboren. Ich habe Lush verkauft, damit ich diesen Traum verwirklichen kann.

Veganista Ice Cream Wien

Cecilia Blochberger und ihre Schwester Susanna Paller

Sie betreiben das Eisgeschäft zusammen mit Ihrer Schwester, war für von Anfang an klar, dass dieses Projekt gemeinsam umsetzt wird?

Ja, es war immer klar, dass wir einmal zusammen ein veganes Geschäft aufmachen. Wir arbeiten ja schon seit 2005 zusammen - als ich Lush nach Österreich brachte. Susanna war vom ersten Tag an mit dabei. Wir waren gemeinsam in England beim Lush Training. Das war eine Woche lang harte Arbeit, aber wir hatten auch unglaublich viel Spaß zusammen.

Wie ist es, mit der eigenen Schwester auch beruflich zusammenzuarbeiten?

Mit der Schwester zu arbeiten ist das Beste, was einem passieren kann. Ich vertraue ihr zu 100 Prozent. Wir sind nicht immer einer Meinung, aber so soll es ja sein. Sie hat Qualitäten, die ich nicht habe, und umgekehrt. Wir ergänzen uns einfach perfekt.

Veganista Ice Cream Wien

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Veganista Ice Cream Wien
Veganista Ice Cream
Neustiftgasse 23/3
1070 Wien

Eröffnung: 28. Mai 2013

Wo bestehen die Herausforderungen bei der Herstellung von veganem Eis?

Das schwierige bei der veganen Eisproduktion ist die richtige Produktwahl. Welche Milch passt zu welcher Frucht? Nimmt man Soja-, Hafer-, Dinkel- oder Kokosmilch? Man muss sehr viel ausprobieren. Es ist schon fast wie Kunst, das perfekte vegane Eis zu produzieren.
Da wir auf fertige Pulvermischungen und künstliche Pasten gänzlich verzichten, müssen wir diese selber herstellen, damit das Eis schön cremig wird. Auch hier ist es eine Kunst, die richtige Mischung hinzubekommen. Deswegen verwenden die meisten Eisproduzenten diese fertigen Pulver.

Es ist auch schwieriger mit Zuckeralternativen zu arbeiten, als mit normalem Zucker. Ahornsirup zum Beispiel ist sehr intensiv im Geschmack. Auch hier muss man wieder sehr viel ausprobieren, um das perfekte Rezept zu entwickeln.

Sind den Geschmacksrichtungen Grenzen gesetzt?

Was die Geschmacksrichtungen betrifft gibt es keine Grenzen. Man kann eigentlich alles vegan herstellen.

Woher beziehen Sie die Rohstoffe und was ist Ihnen bei der Auswahl der Zutaten wichtig?

Wir versuchen so viel wie möglich regional zu beziehen. Wir werden in der Umgebung von Wien Äpfel, Erdbeeren und anderes heimisches Obst und Früchte kaufen. Wichtig bei der Auswahl der Zutaten ist uns, dass es nicht um die halbe Welt geflogen ist. Wenn möglich, wollen wir Fair Trade und biologisch einkaufen. Das Wichtigste ist natürlich, dass alle Zutaten vegan sind.

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Können Sie uns schon einen Ausblick auf die Eis-Karte geben? Welche Sorten dürfen wir erwarten?

Fix auf der Karte werden unter anderem stehen: Kokos mit weißer Schokolade, Basilikum, Joghurt, Mohn, Kaffee. Dann noch Klassiker wie Schokolade, Vanille und Erdbeere und Haselnuss. Es wird auch immer wieder limitierte Eissorten geben - je nachdem, was gerade um Wien herum wächst und gedeiht.

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