USA erlauben Einfuhr von Elefantentrophäen

Die Bestrafung für Importe von Stoßzähnen afrikanischer Elefanten wurde aufgehoben. Die zynische Begründung der Regierung unter Präsident Präsident Donald Trump entsetzt Tierschützer.

Die US-Regierung von Donald Trump hat das Importverbot von Elefantenjagdtrophäen aus Simbabwe und Sambia aufgehoben. Das Gesetz war unter Barack Obama in Kraft getreten, nun dürfen Sportjäger beispielsweise Stoßzähne von Elefanten wieder ungestraft in die USA einführen.

Treibende Kräfte hinter der neuen Regelung war unter anderem die mächtige Waffenlobby NRA. Die Behörde United States Fish and Wildlife Service (USFWS), die dem Innenministerium untersteht, begründete den Entscheid damit, dass "legaler und gut geregelter Jagdsport" den Gemeinschaften vor Ort Geld bringe und Anreize schaffe, den Erhalt bestimmter Arten zu fördern. Die Jäger sollten außerdem ausschließlich in Länder gehen, die "eine gute Regierung, ein angemessenes Management sowie einen gesunden Wildtierbestand haben".

Trump legalisiere das Töten bedrohter Arten

Umwelt- und Tierschützer gehen auf die Barrikaden: "Verwerfliches Verhalten der Regierung Trump. Schon jetzt werden jeden Tag hundert Elefanten getötet. Das führt zu noch mehr Wilderei", twitterte The Elephant Project. Trump legalisiere mit diesem Beschluss "das Töten der bedrohten Elefanten".

Die Tierschutzorganisation Peta ging noch einen Schritt weiter und zog einen drastischen Vergleich: "Das Leben eines bedrohten Tieres zu verkaufen, um Geld für den 'Erhalt' zu sammeln, ist genauso, als würde man ein Kind auf dem Schwarzmarkt verkaufen, um Geld für den Kampf gegen Kindesmissbrauch einzunehmen."

Foto von Trump Junior mit Elefantenschwanz

Auch Trumps Söhne sind bekannt dafür, gerne auf die Großwildjagd zu gehen. Nach Veröffentlichung des aktuellen Beschlusses tauchte ein Bild von Donald Trump Jr. bei der Elefantenjagd in Simbabwe aus dem Jahr 2015 auf, auf dem er mit einem erlegten Tier und dessen abgetrennten Schwanz in der Hand posiert.

 

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