US-Wahl: Sarah McBride wird erste Transgender Senatorin

Im US-Bundesstaat Delaware gewinnt Sarah McBride die Wahl und ist damit erste offene Transgender Senatorin der USA. Das soll vor allem der LGBTQ-Community Mut machen, sagte sie nach der Wahl.

Sarah McBride

Abseits von ganz viel Weltschmerz und einem unsicheren Ausgang der US-Präsidentschaftswahl zumindest schonmal ein paar gute Nachrichten: In Delaware setzte sich nun McBride, die für die Demokraten antrat, mit 86 Prozent der Stimmen deutlich geben den republikanischen Konkurrenten Steven Washington durch. Sie ist damit jetzt die ranghöchste Transperson in den gesamten Vereinigten Staaten, wie US-Medien schreiben.

Auf Twitter schreibt McBride nach ihrem Sieg: "Ich hoffe, der heutige Abend zeigt LGBTQ-Kindern, dass unsere Demokratie auch für sie groß genug ist." Zuvor hatte die neue Senatorin versprochen, sich nämlich vor allem für die Rechte der LGBTQ-Community einzusetzen, zudem will sie das Gesundheitssystem reformieren.

Minderheiten gehören in Machtpositionen

Wie McBride gegenüber Buzzfeed News betont, soll ihr Erfolg jungen Menschen Mut machen, zu ihrer Identität zu stehen. In ihren Jugendtagen seien Transidentitäten nur in Witzen vorgekommen, niemals aber in Erzählungen von Machtpositionen. "Ich weiß, welchen Unterschied es für mich gemacht hätte, als ich um meinen Platz in der Welt gekämpft habe. Als ich aufgewachsen bin, gab es kein solches Vorbild", sagt sie. Jetzt habe sie mit ihrem Sieg gezeigt, dass nicht unmöglich sei.

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Und zumindest eine zweite den Umständen entsprechend gute Neuigkeit gibt es schon von den US-Wahlen. Ocasio-Cortez verteidigt ihren Sitz im Repräsentantenhaus. Die 31-Jährige lag nach einer Auszählung von nahezu 70 Prozent der Stimmen klar in Führung. Auch der republikanische Senatsführer McConnell wurde wiedergewählt. 2018 hatte die New Yorkerin mit puertoricanischen Wurzeln sogar fast 80 Prozent der Stimmen bekommen. Im Jänner 2019 war sie als jüngste Abgeordnete ins Repräsentantenhaus eingezogen.

 

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