US-Politiker beschließt, dass Föten nach Abtreibung beerdigt werden

Eine weitere skurrile Forderung aus dem Eck der Abtreibungsgegner.

Mike Pence, US-Gouverneur in Indiana, macht sich gerade ziemlich unbeliebt bei vielen Frauen in seinem Land. Der Grund: er unterzeichnete kürzliche ein strenges Abtreibungsgesetz, das die ÄrztInnen dafür haften lässt, wenn Mütter das Kind aufgrund etwa einer Behinderung abtreiben lassen. Doch es geht noch viel weiter: die Embryos oder Föten sollen nach einer Abtreibungoder Fehlgeburtbeerdigt oder eingeäschert werden. Die Kosten dafür "darf" die Patientin übernehmen.

Im Klartext: sollte eine Frau nach acht Wochen Schwangerschaft zuhause eine Fehlgeburt haben, ist sie nach diesem Gesetz dazu verpflichtet, die "Überreste" in ein Handtuch zu wickeln, zum Krankenhaus zu fahren und sie beerdigen oder einäschern zu lassen.

"Schickt eure Perioden an den Gouverneur!"


Das geht vielen Frauen - verständlicherweise - gegen den Strich. Schließlich ist dieses Gesetz ein Eingriff in ihre privaten Rechte. Eine Frau startete deshalb die Facebook-Seite "Periods for Pence", auf der sie Frauen dazu aufruft, den Stand ihrer Periode an den Politiker Pence zu schicken - schließlich könnte ihre Menstruation ja auch eine Fehlgeburt sein und sie wolle "nicht, dass sich Frauen strafbar machen, wenn sie nicht jede einzelne Blutung genau dokumentieren".

Die Anrufe im Büro des Politikers sind witzig, zeugen aber vor allem von der Absurdität des neuen Gesetzes:

Me: "Good morning. I just wanted to call and let the good Governor know that I am still not pregnant, since he seems...

Posted by Periods for Pence on Dienstag, 29. März 2016

Them: "Good Morning, Governor Pence's office"Me: "Good Morning. I just wanted to inform the Governor that things...

Posted by Periods for Pence on Donnerstag, 31. März 2016
 

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