Urlaub bei Barack

Auf Oahu wird er wie ein "kamaaina" - Einheimischer - begrüßt: Barack Obamas Liebe zu seiner Heimat Hawaii beruht auf Gegenseitigkeit. Begeben Sie sich auf die Spuren des US-amerikanischen Präsidenten und entdecken Sie den Inselstaat, auf dem Obama seine Kindheit verbracht hat!

"You can't really understand Barack until you understand Hawaii", sagt eine, die dem US-Präsidenten und Friedensnobelpreisträger nahe steht wie wohl kaum jemand sonst, Ehefrau Michelle Obama. Gerüchte, dass er dort ein Haus gekauft hat und nach dem heißen Wahlkampf mit seiner Familie auf die Insel zieht, weist das Weiße Haus zwar zurück. Doch die regelmäßigen Urlaube zeigen die Verbundenheit Obamas mit Hawaii deutlich!

Waikiki Beach und Diamond Head im Hintergrund.

"The opportunity that Hawaii offered—to experience a variety of cultures in a climate of mutual respect—became an integral part of my world view", so beschreibt Barack selbst seine Kindheit auf der Insel, auf der er bis 1979 die meiste Zeit verbracht hat. Und auf die er immer wieder gern zurückkehrt: Als "kamaaina" (Anm.: hawaianisch für Einheimischer), denn schließlich weiß der Familienvater, was man auf seiner Heimatinsel Oahu tun muss und was man essen sollte. Wir begeben uns auf seine Spuren!

"Die geschützte Bucht"

Honolulu, die Hauptstadt des US-Bundesstaat Hawaii, erstreckt sich über den größten Teil des Südostens der Insel. Dort ist auch Obama geboren als einer von mittlerweile 370.00 EinwohnerInnen, die damit den größten Teil Oahus ausmachen. Die “geschützte Bucht” - was ihr Name wortwörtlich bedeutet - könnte mit ihren Wolkenkratzern genauso gut auf dem Festland stehen. Im wahrsten Sinn herausragend ist übrigens der zehnstöckigen Aloha Tower – seit 1921 das Wahrzeichen für den Hafen der Metropole.

Hawaii (hawaiisch Hawaiʻi), eine Inselkette im Pazifischen Ozean, ist seit 1959 der 50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Der Beiname von Hawaii ist „Aloha State“. Durch seine Lage mitten im Pazifik ist Hawaii mitsamt seiner eigenen polynesischen Kultur, sowohl asiatischen, als auch nordamerikanischen Einflüssen ausgeliefert.

Oʻahu (engl. und deutsch meist Oahu) ist die drittgrößte der acht Hauptinseln des Hawaii-Archipels.

Honolulu (auf Deutsch: "beschützter Hafen") ist die Hauptstadt von Hawaii und befindet sich an der Südküste der Insel Oʻahu. Mit rund 338.000 EinwohnerInnen ist sie eine der größten Städte des Pazifiks. Fast jeder ausländische Tourist landet hier auf dem größten Luftdrehkreuz des Pazifiks.

Flüge:
Es gibt keine Direktflüge zwischen Wien und Honolulu. Angeboten werden Flüge mit Zwischenstationen auf dem US-Festland u.a. von KLM, Lufthansa, Delta, Air France, American Airlines. Die Kosten liegen je nach Saison um die 1.000 €.

Nachtleben und Shopping: Nirgendwo sonst auf den hawaianischen Inseln geht beides so gut wie rund um Honolulu. Mit 200 Geschäften und einem riesigen Food Market ist das Ala-Moana Shopping Center sicher das größte Shoppingcenter des Bundesstaats. Weitere Einkaufsmekka sind der Aloha Tower Marketplace am Kai in Honolulu, der touristische International Marketplace undWard Warehouse in Waikiki.

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Apropos Waikiki: An der "Metropole der Südsee”, so der viel versprechende Name, kommt man auf Oahu nicht vorbei - selbst wenn man keiner asiatischen Reisegruppe folgt. Von 8.30 morgens bis 11.25 abends bringen Streetscars des Waikiki Trolleys, die den Trams in San Francisco nachempfunden sind, TouristInnenmassen zu den Sehenswürdigkeiten und Shopping-Zielen Honolulus und Waikikis. Der schmale Strand, der übrigens aus Sand der Nachbarinsel Molokai besteht, ist aber genauso wenig Highlight wie die Hotelbauten.

Stattdessen lohnt sich der Blick auf den Berg Diamond Head – Wahrzeichen der Insel Oahu, der hinter Waikiki empor ragt. Den besten Ausblick auf diesen erloschenen Vulkan gibt es übrigens im Kapiolani Park, einem öffentlichen Park im Osten der Stadt. Von dort sieht man auch den Punchbowl Crater, wo auf dem National Memorial Cemetery of the Pacific auch Obamas Großvater begraben liegt.

North Shore: Beach Boys & Babes

Aber das “richtige” Oahu beginnt ohnehin erst außerhalb Waikikis und Honolulus: An der North Shore zwischen Ka´ena Point und Turtle Bay treffen sich vor allem Surfer, Aussteiger, Esoteriker und Künstler. Der Kontrast zu Honolulu könnte nicht größer sein! Die schnellste Verbindung von Honolulu zu den Surfstränden ist der Kamehameha Highway – Highway 80/99 quer durch die fruchtbare Mitte Oahus, mitten durch Ananasplantagen und Zuckerrohrfelder. Lassen Sie sich nicht täuschen: Die alternative Küstenstraße scheint bloß auf der Landkarte kürzer. Wegen des Speedlimits von 30 – 50 Meilen pro Stunde dauert die Fahrt aber schlussendlich eineinhalb mal so lange wie auf dem Highway.

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Alii, Haleiwa, Waialua, Papailoa, Laniakea, Chuns Reef, Kapealoa, Waimea Bay, Pupukea, Banzai, Ehukai, Sunset und Kaunala – die Namen der Strände klingen wie Musik in den Ohren. Schilder und Wegweiser zu ihnen wird man aber auf Oahu (wie auf allen anderen Inseln) vergeblich suchen – am besten orientiert man sich an den parkenden Autos. Je größer die Gruppe am Straßenrand, desto eher die Chance, auf einen Strand gestoßen zu sein. Besonders gut zum Zuschauen ist der Ehukai Beach Park, denn dort bilden sich die riesigen Wasseröhren erst kurz vor dem Strand, was das Ganze übrigens für die Surfer besonders gefährlich macht. Unbedingt probieren sollten Sie auf Hawaii das berühmte Shave-Ice, ein Wassereis, das mit Sirup in sämtlichen Geschmacksrichtungen übergossen wird. Allein dafür lohnt sich ein Abstecher ins pittoreske Städtchen Haleʻiwa, in dessen Nähe sich die beiden letzten, noch arbeitenden Zuckerrohrmühlen Oahus befinden.


Leider kein Geheimtipp mehr ist die kreisförmige Hanauma Bay im Osten Oahus: Drei Millionen BesucherInnen "wuseln" sich jährlich über den Strand, der von einem halb im Meer versunkenen erloschenen Vulkankrater gebildet wurde. Der Parkplatz des Beachparks ist meist schon ab 11 Uhr gesperrt, obwohl 300 Plätze vorhanden sind. Verpassen sollte man die Hanauma dennoch nicht: Vor allem Schnorchler können dort die farbige Unterwasserwelt des Pazifik so mühelos bewundern wie sonst kaum. Man muss einfach früh losstarten, um noch vor 9 Uhr dort zu sein! Am Strand helfen übrigens manchmal einige ältere Ehrenamtliche anhand von Bestimmungsbüchern die Fische zu identifizieren, die man soeben gesehen hat. Noch ein Tipp: Die Schnorchelausrüstung sollte man selbst mitbringen, eine Verleihstation gibt es in Hanauma Bay nämlich nicht.

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Obama macht es vor: Wie Hanauma Bay gehört auch Pearl Harbor als Pflichtprogramm zu jedem Honolulu-Besuch dazu. Der U-Boot-Stützpunkt, Flottenbasis und militärischen Oberkommando der Amerikaner für den Pazifikraum hat durch den japanischen Überraschungsangriff 1941 traurige Berühmtheitheit erlangt. Heute erinnert das U.S.S. Arizona Memorial daran, dass 1.102 Soldaten auf dem gleichnamigen Schlachtschiff getötet wurden. Ihre Namen sind in einem 56 Meer langen Denkmal eingraviert. Einen halben Tag muss man für diesen kostenlosen Einblick in die Geschichte einplanen.

Golfen mit "Shaka"

Wer dann Ablenkung benötigt, findet sie auf dem Golf-Court - zumindest ist das eines der Erfolgsrezepte von Barack Obama. Seine Lieblingsplätze auf Honolulu sind der Olomana Golf Links und Royal Hawaiian Country Club. Und wer weiß, vielleicht haben Sie Glück und können sogar mit dem US-Präsidenten selbst ein paar Bälle einlochen. Falls Ihnen bei der Begrüßung die Worte fehlen, spreizen Sie bei geschlossener Faust den Daumen und heben den kleinen Finger. "Hallo, alles okay", Obama wird das "Shaka"-Zeichen der SurferInnen verstehen - und in Hawaii, da ist es immer noch cool...

 

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