Urban Gardening: Renaissance der Achtsamkeit

Im eigenen Gartenparadies arbeiten, die frische Luft genießen und Achtsamkeit erfahren: Das sind nur einige Gründe, warum der Trend für das Urban Gardening ungebrochen ist. Worauf ist dabei zu achten? Welche Pflanzen sind dafür überhaupt geeignet?

Urban Gardening

Was ist Urban Gardening eigentlich?

Ein kleiner Balkon ist kein Hindernis, sich gärtnerisch zu betätigen. Wer weder Terrasse noch Balkon hat, nutzt eine freie Fläche mitten in der Stadt – Urban Gardening verbindet also mitunter nicht nur mit dem Gedanken „back to the roots“, sondern erleichtert auch die Kommunikation mit anderen Hobbygärtnern.

Gepflanzt werden verschiedenste Gemüsesorten, aber auch Kräuter und Obst. Die Freude über die ersten Früchte, die man ernten kann, ist ein zusätzlicher Effekt. Es ist doch ein schönes Gefühl, in einem aber wichtigen Teil seines Lebens autark zu sein. Insbesondere für Kinder ist Urban Gardening mehr als nur Spaß an Gartenarbeit, es weckt das Umweltbewusstsein unmittelbar.

Welches Werkzeug braucht der Hobbygärtner?

Die Wahl des passenden Werkzeugs richtet sich nach der Bodenbeschaffenheit. Wer auf seinem kleinen Balkon einige Pflanzversuche startet, dem reichen kleinere Spaten, Schaufeln und Kellen. Gartenhandschuhe und Pflanzenmarker sollten bei jedem Starterset für Urban Gardening nicht fehlen.

Auch wenn man mit Konzentration und Feuereifer an das Aussähen der Samen geht: Irgendwann könnte man sich doch fragen, wo denn nun der Schnittlauch keimt oder der Paprika. Anfangs müssen die Pflanzen regelmäßig und stärker bewässert werden. Eine Gießkanne mit Aufsatzbrause ist ideal für die tägliche Pflanzenpflege. Erfahrene Urban Gardening-Freunde raten zu torffreier Erde und dem Kauf von Dünger, denn nach wenigen Wochen brauchen die Pflanzen mehr als nur Luft, Sonne und Wasser.

Gemüsesorten für Balkon und Terrasse

Tomaten

Paprika

Radieschen

Kohlrabi

Sprossenbrokkoli

Kartoffeln

Stangenbohnen

Grünkohl

Kleine Gurken

Palmkohl

Tipps und Tricks beim Urban Gardening

Wer einen Biogarten bearbeiten möchte, sollte sich über einige Grundregeln Gedanken machen: Zum Einsatz kommt nur natürlicher Kompost oder Mulch, jeglicher Verzicht auf künstlichen Dünger. Auch wird beim Urban Gardening die Artenvielfalt unterstützt. Deshalb werden die Nützlinge gefördert, die Schädlinge bekämpfen.

Ratsam sind außerdem Mischkulturen, keine Monokulturen. Weiters sollte man auf die Gesundheit des Bodens achten. Bio-Saatgut und das Auspflanzen von Raritäten-Sorten ist ideal beim Garteln im eigenen Mini-Garten.

Hochbeet

Vertical garden

Fensterbank

Blumenkasten

Angenehmes Arbeiten, wenn Hochbeet in Hüfthöhe steht

Spart Platz für den Anbau von Obst und Gemüse

Ideal für Küchenkräuter

Dekorative Hingucker und vielseitig verwendbar

Arbeiten am Ende der Gartensaison

Auch der kleine Garten benötigt im Herbst ein wenig Nachpflege, um für das nächste Frühjahr bestens gerüstet zu sein. Durch die Gründüngung werden noch im Boden existente Nährstoffe fixiert. Das verhindert im Idealfall, dass Unkraut darüber wächst. Auch steigt dadurch der Humusgehalt und der Boden bleibt weiterhin gesund.

Bei der Verwendung von Dünger sollte man die Empfehlungen und Anwendungstipps genau durchlesen. Zuviel Dünger schadet mehr als er hilft. Speziell bei Salat kann ein Übermaß an Dünger die Nitratwerte steigen lassen.

Tipp des*der Expert*in:

Bei Kompostdüngung werden maximal 2 Liter Kompost je Quadratmeter verwendet.

 

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