Unterschriften gegen Lifeball-Plakat

Vor einigen Tagen sah alles noch ganz anders aus: Conchita Wurstgewann den Songcontest und Österreich zeigte sich von seiner weltoffenen Seite: Eine Sympathiewelle schwappte auch in Österreich über die Frau mit Bart.

Bei den Plakaten von David LaChapelle für den Life-Ball, die eigentlich eine Ausstellung in einer Wiener Galerie bewirbt, sieht die Sache plötzlich anders aus. Die (nebenbei: gewollt kitschige) Interpretation des "Gartens der Lüste"stößt auf Widerstand.

Was ist auf den Plakaten zu sehen?


Die Transgender-Frau Carmen Carrera ist seit dem 12. Mai in zwei Versionen - einmal mit weiblichem, das andere Mal mit männlichem Geschlechtsteil - in ganz Wien auf den Flächen der Gewista plakatiert. Der Wirbel ist jedem Fall enorm: Während die Familiensprecherin der FPÖ bereits Strafanzeige erstattet hat, bringt sich nun die Online-Plattform "CitizenGO" mit ihrer Petition ins Gespräch: Sie möchte die Life-Ball-Sponsoren "zur Verantwortung ziehen." Über 15.700 Unterschriften hat das Portal, das "viele Wiener und vor allem ihre Kinder (...) durch die Anbringung von 3000 dieser Plakate in ihrer Freiheit eingeschränkt" sieht, gesammelt.

Eine Vermutung bleibt bestehen: Hätten die Plakate ausschließlich für die Ausstellung von David LaChapelle in der Galerie Ostlicht geworben, wäre das "aufregende" Plakatmotiv womöglich völlig untergegangen.

 

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