Unsere liebsten LGBTIQ+-Serien auf Netflix & Co

Ihr hättet gern ein bisserl mehr queer representation auf euren Bildschirmen? Dann schaut mal! Von Comedy über Drama bis hin zu seichter Reality ist hier garantiert für jede*n was dabei:

Unsere liebsten LGBTIQ+-Serien auf Netflix, Prime & Co

Wir lieben’s, dass Serienproduzent*innen eeendlich erkannt haben, dass es nicht nur öd, sondern vor allem auch alles andere als gesellschaftsrepräsentativ ist, immer nur Storylines über weiße Menschen in Hetero-Beziehungen zu zeigen (na gut, samma sich ehrlich: wahrscheinlich haben sie erkannt, dass sich hier eine ganz neue lukrative Zielgruppe erschließen lässt, aber wir nehmen erst mal, was wir kriegen können). Von Drama über Comedy bis hin zu Reality-Formaten - wir haben uns für euch durchgebinged und verraten euch an dieser Stelle unsere liebsten LGBTIQ+-Serien (die ihr alle online streamen könnt!):

The Bold Type

The Bold Type ist ein bisserl wie Sex and The City – nur jünger, diverser (zu den Hauptpersonen zählen eine Schwarze, queere Frau sowie eine lesbische Muslima) und weniger problematisch. Mit der Amazon Prime-Serie haben es Produzent*innen tatsächlich geschafft, eine zeitgemäße und ziemlich feministische TV-Serie auf die Beine zu stellen, die obendrein extremes Binging-Potenzial aufweist. Worum geht’s? Drei junge Frauen lernen sich durch ihre Arbeit bei einem Cosmo-inspirierten Frauenmagazin in New York City kennen und werden beste Freundinnen. Klar, geht es in der Serie auch um Liebe, Drama und das perfekte Outfit – gleichzeitig aber um schwierige Karriereentscheidungen, Struggles mit der eigenen Sexualität (Charakter Kat ist sich nicht so sicher, ob sie auf Männer, Frauen oder doch beides steht) und darum, wie unverzichtbar gegenseitiger Support unter Frauen ist. Wir lieben’s! <3

Princess Charming

Jaaaaaa, es ist soweit! Die weltweilt (!) erste lesbische Reality-Datingshow Princess Charming ist letzte Woche angelaufen und wir sind jetzt schon intrigued! Nach Bachelor/Bachelorette-Vorbild buhlen hier 20 Frauen/non binary Personen um die Princess Charming Irina. Unser erster Eindruck: Sehr lustig, gleichzeitig berührend und überraschend echt. Wie es sich für ein gelungenes Realityformat gehört, kommt aber auch das Drama keinesfalls zu kurz. Wer nach mehr lechzt, dem können wir die ersten beiden Staffeln Prince Charming (das schwule Equivalent) nur ans Herz legen! Beides zu sehen auf TVNOW.

The Haunting of Bly Manor

The Haunting of Bly Manor ist die zweite Staffel der Netflix-Horror-Serie The Haunting of Hill House (die müsst ihr aber nicht gesehen haben, um zu verstehen, was passiert). Während die erste Staffel der Serie mit mehr "typischen" Horrorelementen arbeitet und vielleicht nicht für komplette Gruseleinsteiger*innen zu empfehlen ist, erzählt The Haunting of Bly Manor eine berührende Geschichte mit (leicht) schaurigen Elementen. Kurz zusammengefasst: Eine junge Amerikanerin wird als Kindermädchen eines Buben und eines Mädchens angestellt, deren Eltern in einem Unfall verstorben sind. Auf dem englischen Anwesen, Bly Manor, ereignen sich zunehmend beunruhigendere Dinge.

Spannend, creepy, traurig, herzerwärmend und unerwartet ... gay? Für uns auf alle Fälle eine gelungene Mischung! Auf Netflix.

Sex Education

Weniger mysteriös, dafür umso lustiger: Die britische Serie Sex Education. Teenager Otis, sexuell selbst noch völlig unerfahren, hat dank seiner Mutter, einer Sexualtherapeutin (Gillian Anderson! <3), alle Antworten parat. Daher will seine rebellische Mitschülerin mit seiner Hilfe in der Schule eine Sextherapieklinik eröffnen. Eins ist klar: Autorin Laurie Nunn spart nicht mit echter Aufklärung - und zwar für Heteros & Queers. Gut so, finden wir. Zu finden auf Netflix.

Moments in Love (Master of None Staffel 3)

Eigentlich die 3. Staffel der Netflix-Serie Master of None, tatsächlich aber so etwas wie eine eigene Mini-Serie: Moments in Love begleitet die Beziehung von Denise (bekannt als gute Freundin von Dev in Master of None, dargestellt von Lena Waithe) und ihrer Frau Alicia. Wer auf der Suche nach lauter, schriller Unterhaltung mit viel Tempo ist, ist hier an der falschen Adresse. Moments in Love nimmt sich Zeit und macht in erster Linie wenig Spaß, soll es aber auch gar nicht. Die Serie zeigt die ernsten, nachdenklichen Momente einer Beziehung und hält auch mal länger dort drauf, wo es weh tut. Ein Stückchen aus dem wahren Leben.

The L Word - Generation Q

Ganz genau, es handelt sich hierbei um die Fortsetzung der bahnbrechenden Kultserie The L Word: 10 Jahre später sucht eine Clique von lesbischen, bisexuellen und transgender Frauen in L. A. wieder nach Liebe, Sex und Selbstverwirklichung. Im Gegensatz zur Serie von damals, wurde diesmal tatsächlich auf Diversität und vielfältige Repräsentanz geachtet.

Alles in allem: Ein bissi seicht, ein bissi sehr dramatisch, aber dadurch auch irgendwie richtig gut? Wir finden, eine super Serie zum entspannten Bingen nach einem langen Arbeitstag. Zu sehen bei Sky.

Pose

Die Serie aus der Feder von Ryan Murphy (Glee, American Horror Story, etc.), die von 1987 bis 1994 spielt, behandelt neben der sogenannten Ballroom Culture vor allem das kulturelle Milieu in Lower Manhattan, NYC zu Beginn der Aids-Epidemie. Das besondere Alleinstellungsmerkmal der Serie: Fünf Charaktere werden von trans Personen verkörpert. Pose steckt voller Liebe zum Detail und berührender Geschichten mit vielen neuen Gesichtern, von denen wir garantiert noch einiges hören werden. Sensibel ausgeführt und sehr emotional. Absolut empfehlenswert. Auf Netflix.

Please Like Me

Die australische Comedy-Serie erzählt die Geschichte des Anfang-Zwanzigers Josh, dessen Freundin mit ihm Schluss macht, weil er schwul ist - was ihm bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht so richtig bewusst war. Kurz darauf erfährt er, dass seine Mutter versucht hat, sich das Leben zu nehmen und dass er sich um sie kümmern und wieder bei ihr einziehen muss. Verdrängte Sexualität und ein Suizidversuch - das klingt im ersten Moment vielleicht eher nicht so nach Comedy - tatsächlich schafft es Please Like Me, schwere Themen auf eine herzerwärmende und teilweise doch echt komische Art zu verpacken, dass man immer weiter schauen und in die Welt von Josh und seinen Freund*innen eintauchen möchte. Zu sehen auf Netflix.

Honorary Mentions:

  • Stadtgeschichten (Tales of the City): Ein Klassiker aus 1993, der 2019 von Netflix erneut aufgenommen und weitererzählt wurde. Stadtgeschichten erzählt die Geschichten einer bunten Wohngemeinschaft rund um die exzentrische Trans-Gender-Dame Anna Madrigal in San Francisco. Ein Klassiker und absolut sehenswert!
  • Euphoria: Nicht nur was für Gen Z. Absurd geiles Make Up, schauspielerische Höchstleistungen (Zendaya!), trans representation, top Soundtrack und obendrein eine richtig gute Story. Zu sehen auf Sky.
  • RuPaul's Drag Race: Längst ein Klassiker. Drag Queens kämpfen in teils absurden, teils echt beeindruckenden Challenges (Kostümdesigns, Make Up, ...) um den Titel Drag Star des Jahres. Zu Abschluss jeder Folge geht es ins gefürchtete LipSynch-Battle. Auch in der 13. Staffel noch sehenswert! Auf Netflix.

 

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