"Unglaublich, jetzt ist er schon zwei!"

Katharinas Sohn feiert seinen zweiten Geburtstag und die Großfamilie ist im Geschenkefieber. Aber braucht so ein kleiner Mann überhaupt Geschenke? Und wann ist's zu viel?

'Sie wachsen ja so schnell!' Sagt die Omi - oder die Moni, wie sie in unserem Fall heißt, und fragt : 'Was hast du denn für seinen Geburtstag so alles geplant?'

Und so beginnt das Organisieren der Feierlichkeiten. Ein Termin muss gefunden werden, eine Torte muss her, die Gäste müssen verköstigt werden und natürlich gibt es auch keine Kindergeburtstagsfeier ohne passende Deko!

Wie viele Geschenke sind zu viel?

Circa zwei Monate vor der Party trudeln dann schon die Anrufe der bemühten Tanten, Onkeln, Omas und Opas ein, die alle gerne wissen möchten, was denn so geschenkt und besorgt werden soll.

Wer sich, wie ich, glücklich schätzen und über eine große Familie freuen kann, muss sich auch mit dem - wie mein Papa es nennt - "Bottelneck-Phänomen" auseinander setzen: In unserem Fall kommen nämlich auf ein Geburtstagskind in etwa 30 wohlmeinende Verwandte, die den gefeierten Zwerg mit Geschenken überhäufen und so dem Kleinen ein Lächeln ins Gesicht zaubern wollen.

Stellt sich nur die Frage: Wie viel ist zu viel? Kann so ein kleiner Mensch denn mit so einer Fülle an Geschenken überhaupt umgehen? Und nicht ganz außer Acht zu lassen: Will ich das? Er ist ja gerade mal zwei und auch wenn er in rasendem Tempo größer wird, tut unsere Wohnung dies nicht.

Ich überlege also, berate mich mit dem Papa und der Moni - die muss es ja wissen - und überlege hin und her zwischen dem Versuch den Verwandten zu verbieten, Geschenke mitzubringen und der allseits beliebten Wiener 'schau ma mal'-Taktik - also einfach nichts machen und den Dingen ihren Lauf lassen.

Nach reichlicher Überlegung und der amüsanten Anekdote meines Papas, die damit endet, dass ich zu meinem ersten Geburtstag ein beinahe lebensecht großes Einkaufsset samt Einkaufswagen geschenkt bekommen habe, die unser damals 18 Quadratmeter großes Wohnzimmer komplett ausfüllte, entschließe ich mich gegen das 'schau ma mal' und mache eine Liste.

Was braucht der kleine Mann wirklich und über was würde er sich freuen?

Drei Geschenke zum Auspacken erscheinen mir intuitiv als ein gutes Maß und nach einiger Recherche entscheide ich mich für folgende drei Dinge:

1. Ein Roller

Mein kleiner Zwerg hat ein für mich völlig unverständliches Maß an Energie und kann, wie viele Kinder in seinem Alter, keine Sekunde still sitzen.

Dementsprechend viel Zeit verbringen wir draußen im Park, auf dem Spielplatz oder einfach am Spazierengehen.

Seit wir ihn haben, muss der Roller überall hin mit. Das Herumsausen macht ihm großen Spaß und zudem ist es ein gänzlich neuer Bewegungsablauf, den es mit ihm zu erlernen gilt.

Unser Modell ist speziell für Kleinkinder gemacht und hat vorne zwei Räder, um das Sausen ein wenig zu erleichtern und größere Stabilität zu bieten.

2. Ein Kassettenrekorder

Oh, wie old school! Musik ist bei uns ein großes Thema. Tanzen, mitsingen oder selbst ein wenig musizieren macht dem kleinen Wurm große Freude und manche Lieder werden am Tag schon mal an die 10 Mal gehört.

Bis dato habe ich diese entweder am Smartphone oder auf dem Laptop abgespielt, was meist damit endete, dass die flimmernden Bildschirme wesentlich interessanter wurden als die Musik und die kleinen Kinderaugen nicht mehr davon loszukriegen waren.

Das Problem ist mit dem Kassettenrekorder gelöst und zudem kann ich nun all die tollen Pumuckel, Enrico und Kinderlieder Kassetten aus meiner Kindheit wieder hören.

3. Ein Buch

Bücher dürfen meiner Ansicht nach immer sein und zum Glück hat mein Sohnemann große Freude am Schmökern.

Momentan zählen alle Bücher vonJames Krüss zu unseren absoluten Favoriten und auch zum Geburtstag haben wir unsere Sammlung wieder um eines erweitert.

Mein Sohn darf nun ein Exemplar von 'Ich wär so gerne Zoodirektor' sein Eigen nennen und ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass wir es mindestens fünf mal am Tag lesen müssen.

Für Zweijährige haben die Bücher genug Text um interessant zu sein, aber nicht zu viel um die Aufmerksamkeitsspanne zu überschreiten und zudem reimen sie sich wunderbar!

Fast das schönste an ihnen sind jedoch die Illustrationen von Lisa Stich. Die bunten Tiere machen die Bücher richtig lebendig und vor allem die Züge, Autobusse und Straßenbahnen haben es meinem Schlupf angetan.

Gut investiert ist besser geschenkt

Selbstverständlich ist das von den Verwandten zur Verfügung gestellte Budget mit diesen drei Geschenken nicht aufgebraucht und so wird der Rest in noch fehlende Kinderzimmereinrichtung und Kleidung sowie in einen Kinder Musikkurs im SANI Eltern Kind Zentrum investiert.

Diesen Kurs kann ich allen Eltern von quirligen Kindern, die gerne singen und tanzen nur empfehlen! Die Lieder sind altersgerecht ausgesucht und abwechslungsreich und das gemeinsame Bewegen macht meinem Schlumpf (und auch mir) großen Spaß!

Was sind eure Tips in Punkto Geschenke? Kennt ihr noch andere Kurse, die mit Kleinkindern interessant sind?

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Mein Name ist Katharina.
Ich bin kreative Chaotin, Bloggerin und stolze Single-Mama vom kleinen Fynn! Nach einem fünf Jahre langen Ausflug ins schönen Antwerpen nennen wir nun wieder Wien unser Zuhause.

Das Leben explodiert in unserem kleinen Heim jeden Tag und darüber berichte ich auf meinem Blog.

Mehr Geschichten auf Katharinas Blog www.katharinagustaf.com

 

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