Ungewöhnliche Ideen für den perfekten Junggesellinnenabschied

Die Zeit vor dem großen Tag ist aufregend – manchmal sogar zu aufregend. Viele Bräute verfallen vor der Hochzeit in Hektik oder sogar regelrechte Panik. Da gerät der eigentliche Anlass schnell in Vergessenheit, obwohl dieser doch vor allem eines ist: Ein Grund zum Feiern.

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Lange Zeit war das eskalative Feiern mit Freunden namens Junggesellenabschied den Herren der Schöpfung vorenthalten. Traditionell soll dieser aus dem antiken Griechenland stammen, wo schon bei den Spartanern vor der Hochzeit von den Freunden ein entsprechendes Event organisiert wurde. Damals, im 5. Jahrhundert vor Christus, handelte es sich in der Regel um ein trinkfreudiges Dinner am Abend vor der Trauung. Die Trinkfreudigkeit ist dem Brauch bis heute geblieben, weshalb der Junggesellenabschied mittlerweile aber meist schon einige Tage, Wochen oder sogar Monate vor der Hochzeit gefeiert wird – damit sich der Bräutigam noch entsprechend erholen kann. Alkohol steht bei einem Junggesellenabschied häufig also genauso im Fokus wie (für den Bräutigam) peinliche Spiele und heiße Frauen – nicht selten endet der Abend im Strip- oder einem anderen zwielichtigen Club. Kein Wunder also, dass das Event auch Thema vieler berühmter Komödien ist, allen voran „Hangover“ mit Bradley Cooper aus dem Jahr 2009.

Gleichberechtigung? Aber sicher doch!

Es mag viele Jahrhunderte gedauert haben, doch in den 1960er Jahren kam endlich auch die Damenwelt auf den Geschmack und forderte Gleichberechtigung ein: Wenn der Bräutigam einen Junggesellenabschied erhält, braucht die Braut auch einen Junggesellinnenabschied. Im Gegensatz zur vorher üblichen „Bridal Shower“, welche vor allem in den USA üblich war und bei der es mit Brettspielen, Kaffee und Kuchen meist mehr als gesittet zuging, möchten sich nun auch die Bräute vor der Hochzeit noch einmal so richtig daneben benehmen. Traditionell ist – wie bei den Männern auch – für die Organisation die Trauzeugin zuständig. Da diese aber seit dem 1. November 2013 in Österreich keine Pflicht mehr sind oder die Trauzeugen vielleicht nicht immer die Zeit, Erfahrung & Co haben, welche es für die Organisation benötigt, können natürlich auch andere Freundinnen der Braut einspringen.

Im Fokus sollten natürlich stets deren Wünsche stehen, denn nicht jede Frau möchte sich bei ihrem Junggesellinnenabschied ordentlich blamieren oder die Kante geben. Auch Wellness oder gemeinschaftliches Shopping sind daher beliebte Ideen für den besonderen Tag. Schlussendlich geht es einfach darum, noch einmal bewusst mit den besten Freundinnen Zeit zu verbringen, vom Stress abzuschalten und sich (wieder) der Vorfreude auf die Hochzeit hinzugeben beziehungsweise der alten Zeiten in „Freiheit“ zu gedenken – bevor schon bald Haushalt, Kinder und schmutzige Jogginghosen winken.

Junggesellinnenabschied: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Glücklicherweise ähnelt nicht jede Ehe einem Gefängnis, dennoch sehen viele Bräute in ihrem Junggesellinnenabschied noch einmal die vorerst letzte Möglichkeit, intensiv Zeit mit ihren besten Freundinnen zu verbringen und im Kreis der „Mädels“ zu feiern. Dementsprechend hoch sind häufig auch ihre Erwartungen an das Event. Es lohnt sich also, als Trauzeugin beziehungsweise Organisatorin im Voraus mit der Braut zu besprechen, was sie sich wünscht oder welche absolute No-Gos für sie sind. Dennoch sollte der JGA, wie er umgangssprachlich genannt wird, eine Überraschung bleiben. Der Termin wird in der Regel vorab mit ihrem Verlobten besprochen und was für den Tag geplant ist, erfährt sie erst vor Ort. Wann also der beste Zeitpunkt ist? Dann, wenn die Braut am wenigsten damit rechnet! Das kann am Wochenende vor der Hochzeit sein oder drei Monate früher – völlig egal. Hauptsache, die Braut hat Zeit an dem betreffenden Tag sowie danach, um sich noch von den Feierlichkeiten zu erholen, bevor sie wieder arbeiten, sonstigen Verpflichtungen nachgehen oder sogar vor den Traualtar treten muss. Denn eine Hochzeit mit Kater ist in der Regel nicht gewünscht…

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Ab nach Las Vegas!

Wenn ihr einen klassischen Junggesellinnenabschied im großen Stil plant, führt kein Weg an Las Vegas vorbei. Die Stadt der Sünden bietet alles, was es für einen gelungenen Kurztrip braucht. Ganz gemäß dem bereits erwähnten Vorbild „Hangover“ ist es zwischen Casinos, Wedding Chapels und spektakulären Hotels – beispielsweise „Caesars Palace“, dem Original aus der Hangover-Reihe – beinahe unmöglich, keinen Spaß zu haben. Dennoch ist der Junggesellinnenabschied in Las Vegas kein Selbstläufer. Ihr solltet die Planung also nicht dem Zufall überlassen, denn allein die Vorbereitungen sind eine echte Herausforderung: Die Braut muss lange genug Zeit haben, sollte bestenfalls aber dennoch nichts von den Plänen erfahren. Sie benötigt einen gültigen Reisepass und der Bräutigam muss das Gepäck „richtig“ vorbereiten, denn die sind streng. Zudem ist nicht jede Braut spontan genug für eine solche Reise. Sie vorher über den JGA in Las Vegas zu informieren, ist zwar möglich, jedoch eigentlich nicht gewünscht.

Alternative Ideen: Verrückt, sportlich, „prinzessinnenhaft“ – was darf‘s sein?

Wer also den Junggesellinnenabschied in Las Vegas planen möchte, hat sich eine echte Herausforderung gesucht. Denn auch die Teilnehmerinnen, welche ja nicht nur ihre eigenen Kosten, sondern auch jene für die Braut tragen müssen, machen dem Vorhaben häufig einen (finanziellen) Strich durch die Rechnung. Sollte der Trip nach Las Vegas klappen, wird er unvergesslich – garantiert! Doch wenn nicht, so müsst ihr keinesfalls enttäuscht sein, denn es gibt noch unzählige andere Möglichkeiten mit geringerem Organisationsaufwand für einen perfekten Junggesellinnenabschied. Aber welche?

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  1. Pole Dance Kurs: Während Männer an ihrem Junggesellenabschied liebend gerne Frauen dabei zu sehen, wie sie mehr oder weniger bekleidet an der Stange tanzen, machen immer mehr Bräute lieber selbst Pole Dance. Tatsächlich handelt es sich bei dem Tanz an der Stange um den neuen Hype in der Fitnessbranche. Doch wer die Trendsportart selbst noch nicht ausprobiert hat, findet dafür beim Junggesellinnenabschied die perfekte Möglichkeit. Viele Studios bieten die Möglichkeit zur Buchung einer Privatstunde speziell für solche Anlässe an, servieren dazu vielleicht noch einen Sekt und schießen Erinnerungsfotos für die Braut. So oder so wird der Pole Dance Kurs vor allem für sportliche Bräute gewiss zu einer ganz außergewöhnlichen Erfahrung. Anschließend können sich die Teilnehmerinnen in einem Restaurant stärken. Und dann? Ganz klar: Party!
  1. Freizeitpark: Liebt die Braut hingegen das Adrenalin oder wollte sich schon immer als Disney Prinzessin fühlen, können Freizeitparks wie der Europapark oder das Pariser Disneyland die perfekte Location für den JGA sein. Kombiniert mit lustigen Spielen, wird aus dem Tag gewiss etwas ganz Besonderes.
  1. Live Escape Game: Voll im Trend liegen auch die sogenannten Escape Rooms, bei welchen die Gruppe in einem Raum eingeschlossen ist und innerhalb eines festgelegten Zeitraums Rätsel lösen und den Schlüssel finden muss. Eine spaßige Beschäftigung für jede Braut und ihre Begleiterinnen – jedoch sollte das Live Escape Game noch in halbwegs nüchternem Zustand absolviert werden.
  1. Pub Crawl: Anschließend oder stattdessen geht es vielleicht zum Pub Crawl. Die gute alte Kneipentour bietet viel Spielraum für lustige Aufgaben, welche die Braut lösen muss. Das peinliche Outfit darf dabei natürlich nicht fehlen!
  1. Kurztrip: Wem das dann doch zu langweilig klingt, der kann durchaus einen Kurztrip planen. Bleibt ihr dabei innerhalb von Europa, ist die Organisation nämlich auch gleich weniger kompliziert. Echte Klassiker für den Junggesellinnenabschied außer Landes sind Mallorca oder Ibiza. Doch auch das spanische Festland oder der portugiesische Strand haben viel für einen unvergesslichen JGA zu bieten.
  1. Bootparty: Darf es ganz dekadent sein, mietet ihr kurzerhand ein Boot für eine Privatparty oder geht auf ein Partyschiff in Eurer Nähe. Solche Möglichkeiten gibt es nicht nur auf großen Seen oder dem Meer, sondern auch auf immer mehr Flüssen werden entsprechende Events angeboten. Sollte das in eurer Nähe nicht der Fall sein oder ihr habt Angst vor der Seekrankheit, könnt ihr auch zur Version auf Rädern greifen: dem Partybus. Der fährt euch von Location zu Location und sorgt mit Musik, Sekt & Co garantiert für ausgelassene Stimmung.
 

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