Überfordert, müde, ausgelaugt? Vielleicht hast du ein "Introvert Hangover"

Treffen mit Freund*innen, Zoom-Spieleabende, Gruppenchats: Eigentlich sollten sie dir Spaß machen und dich vom Alltagsstress entlasten - tatsächlich fühlst du dich nachher nur erschöpft und ausgelaugt.

Überfordert, müde, ausgelaugt? Vielleicht hast du ein „Introvert Hangover“

Treffen mit Freund*innen, Zoom-Spieleabend, Gruppenchats - eigentlich sind sie alle dazu da, dir Freude zu bereiten und dich von Sorgen oder Alltagsstress abzulenken. Tatsächlich hast du das Gefühl, dass dich all diese Dinge irgendwie belasten und im Nachhinein müde und erschöpft zurücklassen, auch wenn du vielleicht im Moment Spaß daran hattest? Da bist du nicht alleine.

Im Gegensatz zu extrovertierten Menschen sind soziale Kontakte und Interaktionen für Introvertierte eher energieraubend als energiegebend und motivierend (und das hat in der Regel wenig damit zu tun, wie gerne sie die Menschen um sich herum haben). Introvertierte Personen brauchen Ruhe und Zeit alleine, um Energie zu schöpfen und sich zu regenerieren. Tatsächlich kann sich das ein bisschen so anfühlen wie ein "Hangover", erklärt die klinische Psychologin Dr. Carla Marie Manly gegenüber HelloGiggles.

An diesen 5 Zeichen erkennst du, ob du ein "Introvert Hangover" hast:

1. Du hast nichts zu sagen

Es ist nicht so, dass in deinem Leben nichts passiert oder es keine Dinge gibt, die dich momentan beschäftigen - trotzdem bist du in Runden mit anderen eher still und kannst kaum etwas sagen.

Soziale Interaktion kann anstrengend sein. Es ist voll okay, wenn du Zeit für dich brauchst. Versuche, den Menschen in deinem Umfeld so gut es geht zu kommunizieren, dass du ein wenig Abstand benötigst und vielleicht ein paar Tage nicht sofort auf Nachrichten reagieren wirst. Setze klare Grenzen und überlege, was dir im jeweiligen Moment guttut, bevor du zu Treffen o.Ä. zusagst.

2. Du schweifst mental ab

Vielleicht tritt es während einer sozialen Interaktion auf, möglicherweise aber auch erst später, wenn du allein zuhause bist: Das Gefühl, mental nicht ganz da zu sein und mitzubekommen, was um dich herum passiert, ist ein typisches Anzeichen dafür, dass deine sozialen Batterien leer sind und du dringend etwas Ruhe brauchst.

3. Du kannst deine Emotionen nicht einordnen

"Introvertierte Menschen können sehr empathisch sein, besonders wenn sie sensibel sind", erklärt Psychotherapeutin Stephanie Gardner-Wright auf hellogiggles.com. Das erklärt auch, warum sich viele von ihnen nach längeren Gesprächen oder Treffen mit anderen Menschen oft verloren und überfordert fühlen.

Es kann sogar so weit kommen, dass sie nur schwer unterscheiden können, welche Emotionen eigentlich ihre eigenen sind und welche Gedanken und Empfindungen sie womöglich von anderen übernommen haben. Aus diesem Grund ist es wichtig, gut in sich hinein zu hören und genau darauf zu achten, was wir selbst fühlen und brauchen.

4. Du fühlst dich einfach nur fertig

Du kommst nach einem Treffen mit Bekannten oder von der Arbeit nach Hause und willst dich einfach nur hinlegen und für den restlichen Tag mit niemandem interagieren müssen? Wie anfangs bereits erklärt, ist das ein typisches Anzeichen, dass du introvertiert bist, da dir Interaktionen mit anderen Menschen Energie rauben. Weißt du bereits aus der Vergangenheit, dass das der Fall ist, versuche soziale Events so zu planen, dass du anschließend genug Zeit hast, dich zu regenerieren (und ja, auch Zoom Calls fallen hier mit rein, die können echt ganz schön belastend sein - mehr dazu hier).

5. Du bist gereizt

Ein "Introvert Hangover" kann sich auch darin äußern, dass du plötzlich viel gereizter bist als sonst und kleine Störfaktoren dich rasch aus der Fassung bringen. Das kommt daher, dass der Körper in belastenden Situationen vermehrt das Stresshormon Cortisol ausschüttet. Bewegung und Zeit an der frischen Luft helfen, wieder runterzukommen und ausgeglichener zu werden.

 

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